Das Damaskus-Erlebnis (Dr. W. R.)
(Wie aus Saul – Paul wurde)
In Tarsos lebte einst Herr Saul,
der hatte einen schönen Gaul,
mit dem er frohgemut und fit
gen Süden nach Damaskus ritt.
Er hatte bei sich schwarze Listen
von Ketzern, das waren die Christen.
Die wollten, das fand er gemein,
nicht mehr fromme Juden sein.
Sie schrieben, was wohl jeder kennt,
ein ganz Neues Testament.
Das Alte fanden sie veraltet.
Die Bibel wurde neugestaltet.
Der Saul wollte sein Mißbehagen
den Damaszener Christen sagen.
Er ritt also beschwingt drauf los.
Sein Tatendrang war wirklich groß.
Doch plötzlich stürzte er vom Pferd.
Warum, wurd‘ bisher nie geklärt.
Von da an änderte Herr Saul
seinen Namen und hieß: „Paul“.
Das Pferd dachte, da es ganz munter,
„Warum fiel Paul von mir herunter?
War er vielleicht total beschwipst,
wodurch du aus dem Sattel kippst?“
Es bäumte seinen Vorderlauf
wie ein Fragezeichen auf,
und seine Pferdeäpfel rollten
aufs Trottoir, was sie nicht sollten.
Der Paul wurd großer Missionar,
was damals unvorhersehbar.
Was aus dem Pferd wurd‘, weiß man nicht.
Es stand nicht mehr im Rampenlicht.
Damaskus ist ’ne schöne Stadt,
die Damaszener Rosen hat.
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