Lyrik

Die Erderwärmung

Dr. Winfrieds Blick auf die Erderwärmung
Die Erderwärmung ist fatal
und mancherorts ganz radikal.
Bei uns gabs tagelang viel Frost
und steife Winde aus Nordost.
Um unser Haus liegt plötzlich Schnee
und vor mir steht ein Eiskaffee.
Ich wurd‘ ein echter Zimmermann
und zieh mich jetzt viel wärmer an.

Ich mach mir meinen Glühwein heiß,
weil der gut auftaut, wie man weiß.
Ich hoff‘, der Sommer kommt sehr bald.
Wahrscheinlich wird auch der sehr kalt.

Die Erderwärmung schreitet fort.
Wer nennt mir einen Zufluchtsort?
Auch der pikante Mozzarella
schmeckt heute stark nach Stracciatella.

Gewandelt hat sich unser Klima.
Die Grünen finden das ganz prima.
Die Wärmflasche ist mir geplatzt,
Ein Requiem wurde verjazzt.

Das Schneehuhn lässt sich nicht mehr rupfen,
Der Seehund leidet unter Schnupfen
Die Tiefsee ist schon zugefroren.
Malz und Hopfen sind verloren.

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Wilhelm Trübner (1851-1917)

Wilhelm Trübner (1851-1917)
„Ave Caesar, morituri te salutant“
(Heil Cäsar, die Todgeweihten grüßen dich!)
Wenn Wurst über der Schnauze hängt
ist der Durchblick eingeengt.
Man sollte erst die Würste fressen
und alles andere vergessen.

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Dr. Rathkes Kontrafraktur

Dr. Rathkes Kontrafraktur
SCHILLERS GLOCKE
Festgemauert in der Erden
Steht die Form aus Lehm gebrannt.
Heute muß die Glocke werden!
Frisch, Gesellen, seyd zur Hand!
Von der Stirne heiß
Rinnen muß der Schweiß,
Soll das Werk den Meister loben;
Doch der Segen kommt von oben.

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Ruhestand oder Hundstage?

Mein Ruhestand… oder so ähnlich
Ich bin heute zu nichts mehr nütze,
da ich nur vor der Glotze sitze,
und meinem Dasein noch zum Trotze
weiter nix tu, nur noch glotze.
Das ist zurzeit mein Lebenssinn,
weil ich im Ruhestand jetzt bin.
Dagegen ist mein wacher Geist,
irgendwohin weit verreist.

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Der heilige Leopold

Der Heilige Leopold
Österreichs Schutzpatron
„Der Heilige Leopold – ist dem Altweibersommer hold.“
Langsam wird man immer frommer,
schon durch den Altweibersommer,
weil der Heilge Leopold
dieser Jahreszeit sehr hold.
Erst war er ein Markgraf nur,

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Rathkes Böller-Feuerwerk

Szenenwechsel bei Nikolausi
Heilig Abend ist vorbei.
Der Weihnachtsmann hat endlich frei.
Sein Tanga in den Schornstein fliegt,
damit er etwas Ruß abkriegt
Wir wünschen Euch im Neuen Jahr,
dass alles werde wunderbar

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Über-Flieger

Rathkes Überflieger-Gruß
Hier die wunderbare Rena
mit ihrem Jet nach Pasadena
Gemalt hat das der Signorelli,
das war der Sohn von Macchiavelli.
Und hier, 500 Jahre später,
fliegt sie mit ihrem Stellvertreter
und wie man sieht, in Saus und Braus,
vergnügt ins nächste Freudenhaus.

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Platons Gastmahl

Dr. Winfried Rathke: Über ein legendäres philosophisches Symposion
Platon lud diverse Gäste
und kredenzte dann das Beste,
was er in Amphoren hatte.
Weich gebettet auf den Klinen
lag man mit zufriednen Mienen,
pflegte manch eine Debatte.

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Honoré de Balzac – Energiebündel

HONORÉ DE BALZAC. „Wie eine Kanonenkugel“, Energiebündel, exzessiver Lebensstil, kreative Wucht….“
So wird der Bauernsohn aus Tours später beschrieben, der angeblich eine freudlose Jugend erlebte, aber zu einem großen Schriftsteller wurde, der allein 91 Romane verfaßte.

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Prost-ata liter-arisch…

Rathkes satirische Randnotizen
DIE PROSTATA
Man sieht sie nicht, doch sie ist da,
ein Dingsbums namens Prostata.
Sie ist ein Attribut vom Mann.
An Damen traut sie sich nicht ran.
Am Beckenboden sie umschließt
ein Röhrchen, durch das Harn abfließt.

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Katheter-Lyrik

ODE AN DEN DAUERKATHETER
Die Prostata ist für den Mann
ein ganz gefährlicher Tyrann.
Sie wächst bei ihm in aller Ruh
und drückt dabei das Harnrohr zu.
Nun wuchert sie in die Oase
der feuchtfröhlichen runden Blase.
Die engt sie, und zwar hundsgemein,
durch ihren Wildwuchs mächtig ein.

Dann kommt es zu akutem Stau
(mit 3-fach donnerndem HELAU)
Mann kommt als Notfall irgendwie
verwirrt in die Urologie.

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Aurore Dupin alias George Sand 1804-76

Aurore Dupin – alias George Sand (1804-1876)
Was war das für eine Frau!
Selbstbewusst, und forsch und schlau,
schrieb Romane, viele Bände,
dazu Briefe ohne Ende.
Frühe Heirat, doch bald Scheidung,
trug am liebsten Männerkleidung,
rauchte Pfeife und Zigarren,
hielt die Kritiker zum Narren.
Beim „Figaro“ entfachte sie
kreative Energie,
weil sie gern politisierte
parodierte, provozierte.

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