Die Geburt des Impressionismus

Die Geburt des Impressionismus
„Bonjour, Monsieur Courbet“ – 1854

Gustave Courbets Gemälde ist ein erstaunlich provokantes Werk. Er selbst inszeniert sich als forscher Wanderer, der auf einen Stab gestützt, den Kopf emporgereckt daherkommt. Im Rucksack steckt sein Malwerkzeug. Auf dem Feldweg begegnet ihm Alfred Bruyas mit seinem Diener. Bruyas ist Freund, Gönner und Sammler. Courbet weist mit diesem Bild auf das hinaus, was ihn faszinieren wird, die Landschaft, Licht und Schatten. Er führt die Romantik in den Realismus. Sein Bild wurde von der Jury abgelehnt, es erschien ihr zu bedeutungslos. Courbet stellte seine Kunst in einem Salon der Abgelehnten aus.

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Die Abgelehnten – Salon de Refusées – 1863

Alle Kunstwerke, die nur die „banale Wirklichkeit“ darstellten, wurden von der Jury des Salons abgelehnt. Aber im frühen 19. Jahrhundert hatte sich in Frankreich einiges verändert. Manche Künstler lehnten sich gegen das Diktat der Salonmalerei auf. Es zog sie hinaus aus der Enge der Stadt. Der legendäre Ruf eines Jean Jacques Rousseau „Retournons à la nature“ begann zu wirken. An schönen Tagen traf man mehr Maler als Touristen oder Bauern auf dem Lande an. Mit Staffelei, Paletten und Farbkästen ausgerüstete Naturfreunde entdeckten das Genre der „Plein-air“-Malerei für sich. 

Geisenheim. (kh) – Bis auf den letzten Platz war der riesige Hörsaal der Hochschule Geisenheim am vergangenen Freitagabend gefüllt. Und sogar auf den Treppenstufen nahmen die Gäste Platz, um dem Vortrag von Dr. Winfried Rathke, der sich an diesem Abend mit der aktuellen Ausstellung „Monet und die Geburt des Impressionismus“ im Städel beschäftigte, lauschen zu können. Mit dieser feiert das Städel in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen.

 

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