Sparpakete
Wir kriegen nächstens als Diät
ein neues großes Sparpaket.
In Deutschland wird es grad verpackt.
da die Finanzlage vertrackt.
In unserm Haushalt gibt es Löcher
an allen Stellen noch und nöcher.
Viele Milliarden die uns fehlen,
muss man irgendwo jetzt stehlen.
Doch steckt viel Schwarzgeld noch in Taschen,
das wurde säuberlich gewaschen
und das Finanzamt glatt umgangen.
Die Steuer hat es nie empfangen.
Auch die Verwaltungsfakultät
ist unbeschreiblich aufgebläht.
Da könnte Klingbeil tüchtig kürzen
und seine Sparpakete würzen.
Vielleicht wär‘ ein Achtstundentag
ein guter Kostenvoranschlag ?
Die Alten haben ihn gekürt
und lebenslang treu praktiziert.
Auch könnte, und das wird sich zeigen,
das Renteneintrittsalter steigen.
Mit 70 kann man noch gut schnaufen
und oft vor lauter Kraft kaum laufen.
Zumindest geht es so noch vielen,
die tanzen, wandern, Karten spielen,
die fröhlich ihre Schnäpse schlucken
und wortlos aus dem Fenster gucken.
Soll man die Reichen mehr besteuern
und ihre Luxus-Yacht verfeuern ?
Darf man uns Bürgergeld entziehen,
wenn wir zum Ballermann entfliehen ?
Müsst man die Mehrwertsteuer heben
bei Knastbrüdern, die Tüten kleben ?
Könnte man Krankenkassen schließen,
weil zuviel Pflegegelder fließen ?
Das Sparschwein wird kaum noch gefüttert,
es grunzt verzweifelt und verbittert.
Der Sparstrumpf an dem Holzbein stinkt,
weil da der Borkenkäfer winkt.
Entzieht man uns das Hörgerät
aus unserm neuen Sparpaket ?
Dann würd‘ man Notschreie nicht hören,
die uns beim Fernsehkrimi stören.
So gibt es Fragen über Fragen,
die am Finanzminister nagen.
Sein Kabinettstisch tut mir Leid,
ihm fehlt jetzt die Gemütlichkeit.
Doch einen Vorschlag hab‘ ich noch,
der heilt bestimmt ein Steuerloch:
Wer Asche streut in Vater Rhein,
der spart das Grab vom Friedhof ein.