Dr. Winfried Rathke
Der Adamsapfel
Als es im Paradies noch friedlich
und nicht so irre war wie heut,
stand Adam einmal ganz gemütlich
unter dem Apfelbaum, zu zweit.
Die Eva, seine hübsche Gattin
war grad an seinen Leib geschmiegt,
voll Liebe angeschaut sie hat ihn
und turtelnd ihren Kopf gewiegt.
Da sprach von oben eine Schlange:
„reißt einen Apfel Euch vom Baum,
er schmeckt schön süß, seid nicht so bange,
bemerken wird das niemand kaum.
Doch Adam hatte schwer Bedenken,
er wußte ja um das Verbot.
Er wollt den lieben Gott nicht kränken
und wurd vor Aufregung ganz rot.
Nur Eva, die am Pediküren
sprang auf und rief: Papperlapapp
und da sehr einfach zu verführen,
riß sie besagten Apfel ab.
Sie biß hinein, der Saft verspritzte,
ihr Adam blickte irritiert,
vor lauter Angst der Arme schwitzte,
der Sündenfall war nun passiert.
Nun schob die Eva heftig kichernd
den Apfel Adam in den Mund
ihm dabei anschaulich versichernd,
der Apfel sei ja so gesund.
Der Adam wollte ihn schon fressen,
doch blieb er stecken quer im Hals,
es half kein würgen, schlucken, pressen
es ging nicht weiter jedenfalls.
Von außen war der Kloß zu sehen,
war auffällig und sehr markant.
Bei diesem seltsamen Geschehen
der Adamsapfel einst entstand.
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