Audio: Landgericht

ab_krechel-landgericht2012 Audiobuch 
Ursula Krechel

Landgericht

8 Audio-CD, 580 Min., 29,95 €. ISBN 978-89964-482-1. Das Hörbuch zum Preisträger des Deutschen Buchpreises 2012. Hörprobe und Inhalt-Details auf der Homepage

Wie vernichtend unzählige Kriegsschicksale sind, darüber will kaum jemand wirklich nachdenken. Einen Anstoß zu mehr Nachdenklichkeit gibt dieses grandiose Hörbuch, dessen lebenszerstörende Geschichte der jüdisch-deutschen Familie Kornitzer durch Ursula Krechels lockeren Erzählstil erst nach und nach unter die Haus geht. Umso beklemmender wird sie durch die fast irreal erscheinende Schicksalsergebenheit der deutschen Ehefrau des Juden Richard Kornitzer. Selbst als die zwei gemeinsamen Kinder durch den Kriegswahnsinn erst physisch dann auch noch emotional „wegbrechen“, wird das irgendwie hingenommen. (more…)

Buch: EGO. Das Spiel des Lebens

BlessinSchirmacherEgo18.02.13 Blessing

Frank Schirrmacher

EGO

DAS SPIEL DES LEBENS

352 S., 19,99 € (D), 20,60 € (A), 28,50 sFr. Gebunden/Schutzumschlag, 13,5 x 21,5 cm. ISBN 978-3-89667-427-2. Leseprobe!

Dieser Stoff garantiert wieder „Gänsehaut pur à la Schirrmacher“! Immer wieder bestätigt mir der Blick auf’s Cover, dass da tatsächlich ein Journalist an der Feder ist, der dem konservativen Lager zugerechnet wird. Gleichzeitig gehen mir energieraubende Diskussionen mit der ausgeprägten „Homo-oeconomicus-Abteilung“ meines Freundes- und Bekanntenkreises durch den Kopf. Und langsam keimt bei der Lektüre die Hoffnung in mir auf, dass ein Umdenken in Gang kommt… Ob es in der sogenannten „ersten Welt“ noch in ihrem jetzigen Daseinszustand die Monsterfigur, die ich jetzt mal als Homoec abstrahieren möchte, vom Spieltisch wischt, da wo die Kugel rollt und die Würfel fallen, wage ich zu bezweifeln. Eine große Bitte hätte ich an den Autor:
(more…)

9.11.12-17.2.13 Fritz Winter

09.11.12−17.02.13 Licht-Bilder. Fritz Winter und die abstrakte FotografieFritz-Winter-Stiftung in der Pinakothek der Moderne  Im Rahmen der Ausstellungseröffnung »Licht-Bilder. Fritz Winter und die abstrakte Fotografie« am 08.11.2012 in der Pinakothek der Moderne wurde der 36. Fritz-Winter-Preis an den Kunsthistoriker und Bildwissenschaftler Professor Dr. Horst Bredekamp verliehen.

Fritz Winter (1905−1976) selbst bestimmte die Förderung von »Wissenschaft und Forschung sowie Kunst und Kultur« noch zu Lebzeiten als Ziel der Fritz-Winter-Stiftung. Seit 1986 verleiht die Stiftung Geldpreise an herausragende Wissenschaftler und Künstler. Bislang wurden mit dem international renommierten Fritz-Winter-Preis 35 Personen geehrt, zuletzt 2008 der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson. 

Der 1947 in Kiel geborene Horst Bredekamp ist seit 1993 Professor für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und hat so unterschiedliche Standardwerke publiziert wie »Kunst als Medium sozialer Konflikte« (1975), »Antikensehnsucht und Maschinenglauben. (more…)

Oper: Boris Godunow

13.2.13 Premiere Boris Godunow Bayerische Staatsoper Vorstellungen: So 17.02.2013, 17h, Mi 20.02.2013, 19h, Sa 23.02.2013, 19h, Mi 27.02.2013, 19h, Sa 02.03.2013, 19h. Nationaltheater

Modest Mussorgskys Boris Godunow ist nicht nur als die russische Nationaloper mit der wohl umfangreichsten Entstehungsgeschichte bekannt, sie ist auch eine der modernsten Opern ihrer Zeit – besonders die sehr konzis komponierte und geschriebene erste Fassung, der sogenannte „Ur-Boris“ aus dem Jahr 1869. Diese feiert am 13. Februar 2013 an der Bayerischen Staatsoper Premiere. Die Regie übernimmt der Spanier Calixto Bieito, der dem Münchner Publikum bereits von seiner Fidelio-Interpretation bekannt ist. Die Hauptrollen sind mit dem jungen ukrainischen Bass Alexander Tsymbalyuk in der Titelpartie, Gerhard Siegel als Fürst Schujskij und Anatoli Kotscherga  als Pimen besetzt. Das Bayerische Staatsorchester wird von Generalmusikdirektor Kent Nagano geleitet. (more…)

12.12.12-17.2.13 East Meets West

Copyright Foto: Kinoshita YasuhikoURUSHI-Lack und Desigh. East Meets West. 
Die Neue Sammlung – The International Design Museum Munich (12.12.2012-17.02.2013)

Der italienische Architekt und Designer Ettore Sottsass (1917-2007) – einer der großen, prägenden Gestalter im 20. Jahrhundert – begegnet in den 1990er Jahren dem Jahrhunderte alten japanischen Lackhandwerk Urushi kogei. In einem langjährigen Prozess des geistigen Austausches und der Formfindung gestaltete er in enger Zusammenarbeit mit ausgewählten führenden japanischen Meistern dieser höchst anspruchsvollen Technik Gefäße und Objekte, die gleichermaßen westliche (Post-)Moderne und Fernen Osten, italienischen Esprit und japanische Raffinesse verkörpern. (Ettore Sottsass, Box ‚Kiritsubo‘, Entwurf 2007, für MaruTomi, Japan. Urushi-Lack, schwarz und Gold (Roiro Technik. Foto © Kinoshita Yasuhiko) (more…)

17.2.13 Les Vacances de M. Hulot

So 17.2.13 um 17.30h (Filmmuseum München)  LES VACANCES DE M. HULOT (Jacques Tatis 1953)„Film und Psychoanalyse“ 

monsieurHulot

LES VACANCES DE M. HULOT (DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT) – Frankreich 1953 – R: Jacques Tati – B: Jacques Tati, Henri Marquet – K: Jacques Mercaton – M: Alain Romans – D: Jacques Tati, Nathalie Pascaud, Michele Rolla, André Dubois – 99 min, Original mit englischen Untertiteln – Einführung: Corinna Wernz, Andreas Hamburger.

Jacques Tatis Abenteuer in einem kleinen Badeort am Atlantik. Mit dem ihm ganz eigenen skurrilen Humor schildert Tati die Fährnisse eines Außenseiters, der von der heterogenen Gruppe der Urlauber wegen seines ungewollt »asozialen« Verhaltens abgelehnt wird. Mit seinem chaotischen Charme gewinnt er allerdings die Sympathie der allseits begehrten Martine. Jacques Tati: „So kam ich auf die Figur des Monsieur Hulot, einen gänzlich ungebunden und uneigennützigen Menschen, der durch seine schiere Schusseligkeit – seine größte Schwäche – in unserer funktionalen Zeit zum Störfaktor wird. (more…)

30.10.12-17.2.13 Richard Tuttle

30.10.2012-17.2.2013 Richard Tuttle. Werke aus Münchner Privatsammlungen. Pinakothek der Moderne. Sammlung Moderne Kunst

Richard Tuttle ist einer der großen Einzelfiguren der amerikanischen Gegenwartskunst. Neben Zeichnungen, Aquarellen und Druckgraphik bildet der Künstler aus Alltagsmaterialen – Holzlatten, Tuch, Draht, Schnüre oder Kabel – sensible Collagen, in denen jedes Element als individuell und kostbar erscheint. In Tuttles poetischen Bildschöpfungen zeigt sich die Polarität von kalkulierter Präzision, disziplinierter Strenge und einer spielerischen Unbefangenheit. (Bild: Richard Tuttle, The Duck IV, 1987. Wellkarton. Holz, Schnur, Farbe und andere Materialien. Privatsammlung München © Richard Tuttle)

Die Pinakothek der Moderne zeigt eine exemplarische Auswahl von Richard Tuttles (*1941) Arbeiten aller Schaffensphasen aus Münchner Privatsammlungen.

In der Sammlung Moderne Kunst werden Tuttles Arbeiten in Nachbarschaft zu Zeichnungen von Joseph Beuys und John Cage zu sehen sein, die gleichermaßen innovativ und wegweisend das Medium der Papierarbeiten weiter entwickelt haben.

Feinschmecker: Essig statt Enzian

Für Feinschmecker: Essig statt Enzian: Gegenbauers Trinkessig Edelsaurer Bouvier Reserve

gegenbauer-enzianessigMit dem hocharomatischen Trinkessig Edelsaurer Bouvier Reserve liefert Essigpapst Erwin Gegenbauer eine ungewöhnliche Alternative zu alkoholischen Digestifs und sorgt für Aufsehen bei Köchen und Sommeliers. Getreu dem Motto „wider der Geschmackskonformität“ ließ der Essigbrauer sein bisher edelstes Erzeugnis zwölf Jahre im Eichenfass ruhen, um schließlich einen limitierten Trinkessig abzufüllen, der so vollmundig schmeckt wie kaum ein anderes der hochwertigen Gegenbauer-Produkte.

Wien, Januar 2013. Man muss viel Geduld, Fingerspitzengefühl und Innovationskraft mitbringen, um ein Erzeugnis wie den Edelsauren Bouvier Reserve herzustellen. Schließlich braucht er über ein Jahrzehnt kontinuierliche Aufmerksamkeit, bis er so außergewöhnlich und intensiv schmeckt, dass man ihn Schluck für Schluck und ganz pur genießen kann. Die Inspiration für seinen neuesten Coup kam Erwin Gegenbauer auf einer Asienreise: In Japan und China entdeckte der Wiener Trinkessige auf Basis von Reis oder Hirse, die geschmacklich jedoch noch sehr weit von dem Standard entfernt waren, den Gegenbauer bei seinen Produkten zugrunde legt. (more…)