Dr. Winfried Rathke
Knut Hamsun (1859-1952)
Literaturnobelpreis 1920
Knut Hamsun in Erscheinung trat
als Norwegischer Literat.
Der Vater war noch armer Schneider,
die Jugend eher freudlos, leider.
Früh begann der Sohn zu schreiben
und das sollte stets so bleiben.
Kaum über 20, man ihn sah
bei schweren Jobs in USA.
Auch hungernd er vagabundierte
und neugierig die Welt studierte.
Darüber hat er viel berichtet
in Romanen, auch gedichtet.
Für Russland, Persien und Türkei
nahm er sich ein paar Wochen frei,
hat vieles von der Welt gesehn,
um dort das Leben zu verstehn.
Was er auch schrieb, klang sehr modern.
Man las es überall ganz gern,
abends blätternd am Kamin.
Viel Literaten lobten ihn.
Als der Nobelpreis ihn erwählte
Hamsun zu den Großen zählte.
Sein „Segen der Erde“ fand
Beifall und wurde weltbekannt.
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Alles Deutsche lobte er,
auch die Nazis mocht‘ er sehr.
England war ihm tief verhasst,
und bei Hitler war er Gast.
Meist hat er kollaboriert,
das Jüdische diskriminiert.
Zum Prozess kam’s nach dem Krieg,
als sein Land nicht dazu schwieg.
Lange tagte das Gericht:
„Schuldig – oder schuldig nicht?“
Die Geldstrafe war riesengroß,
der Dichter danach mittellos.
Geistig ist er dann gestrandet,
in der Psychiatrie gelandet.
Literarisch lebt er weiter,
doch sein Ende war nicht heiter.