ein genuss für Erwachsene und ältere Kinder...
10.1.26: Hänsel und Gretel…
Die vorerst letzte Aufführung der großartigen Märchenoper war wieder ein Genuss für viele Sinne und ausverkauft. Die märchenhafte In-szenierung von Peter Kertz aus dem Jahr 1974 begeistert bis heute Generationen. Sie war ab 30.11.25 wieder im Staatstheater am Gärtnerplatz auf der Bühne.
Kleiner Erfahrungsbericht am Rande:
Ich habe mich mit meiner (‚theatererfahrenen‘) 6-jährigen Enkelin in das Abenteuer der aktuell finalen Aufführung gestürzt und war ein wenig überrascht, dass die große Mehrzahl herein-strömender Menschen Erwachsene waren… Wie blauäugig meinerseits: das Märchen ist als Opernfassung (von der ich wieder einmal restlos begeistert war) ja keine leichte Kinder-kost.
Meine Enkelin schien auch fasziniert zu sein. Am hingerissensten war Miss Luna erst mal von der Schönheit des Theatersaals inklusive Deckenbeleuchtung, nachdem wir eine Sitzer-höhung in der Garderobe ergattert hatten. Andächtig lauschte sie dem Beginn der Ouver-türe, die ihr bald zu lang wurde, weil sie nicht verstand, warum der Vorhang nicht gleich auf-ging, wie sie es von Besuchen im Marionetten-theater und im Deutschen Theater gewohnt war 🙂
Als mir immer klarer wurde, dass die junge Dame kein Wort verstand (den deutschen oder englischen Text konnte sie noch nicht lesen) stand bald fest, dass wir zur Pause gehen wür-den, weil ich mit noch so leisem Einflüstern den Genuss von niemandem im Umfeld schmälern wollte.
Luna war einverstanden, nicht zuletzt weil sie bei mir heraushandelte, dass wir uns den 2. Teil des Märchens, wo es ja erst so richtig zur Sache geht, in absehbarer Zeit irgendwie und -wo als Film ansehen werden…
Alles in allem: ‚trotzdem‘ eine sehr schöne Er-fahrung: für mich sowieso und für die 6-jährige war es ein unvergessliches Hineinschnuppern in die Große Welt der Oper im wunderschönen Staatstheater am Gärtnerplatz.
Als nächstes würde ich ‚im Segment ab 6 der Musikwelt‘ in entsprechender Begleitung aller-dings vorerst ein Musical oder eine Operette ansteuern. Das gilt vermutlich nicht für Sechs-jährige, die im heimischen Umfeld mit Opern-klängen aufwachsen. (Rena Sutor, P-T-M)
Das arme Geschwisterpaar Hänsel und Gretel wird von der Mutter zum Beeren su-chen in den Wald geschickt. Bald verlaufen sich die Kin-der im Wald und müssen un-ter dem Schutz von vierzehn Engeln die Nacht in der einsamen Düsternis ver-bringen, wo sie schließlich auf das Pfefferkuchen-haus der bösen Knusperhexe stoßen.
Details: Staatstheater am Gärtnerplatz
Pressekontakt: Roman Staudt, Leitung Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Geschichte von Hänsel und Gretel zählt wohl zu den bekanntesten Märchen aus der Sammlung der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Engelbert Humperdinck und die Librettistin Adelheid Wette schu-fen aus dem bekannten Stoff eine der erfolgreichsten Opern des 20. Jahrhun-derts. Seit seiner Weimarer Uraufführung im Jahre 1893 gehört das Werk zum weihnachtlichen Standardrepertoire jedes Musiktheaterhauses und begeistert bis heute Jung und Alt.

