Frau Klapperstorch

Frau Klapperstorch

Rathkes satirische Randnotizen

Klapper-Storch

Beatrix von Storch im Geisenheimer Domzentrum

 

Mancher Homo sapiens plappert,

doch ein echter Storch der klappert.

Das hörte man auch kürzlich beim

AfD in Geisenheim.

Im Atrium – rappeldibix –

klapperte Storch Beatrix.

 

Sie kam gestelzt auf rotem Schuh.

Ihr Schnabel ging viel auf und zu.

Das Rednerpult war vorn ihr Nest.

Sie stand dran patriotisch fest.

Die Schwimmhaut konnt man an den Zehen

beim Bürgerdialog nicht sehen.

 

Viel Themen waren eingetütet, 

die sie den Gästen ausgebrütet.

Ein Storch sucht gern im Schlamm nach Nahrung, 

das weiß der Bürger aus Erfahrung.

Man hielt im Saal meist höflich still,

die Zuhörer zeigten Goodwill.

 

Es hieß, dass Demokraten nisten

heut im Gewande von Faschisten.

Der Klimaschutz, hört man erinnern,

sei nur die Luftnummer von Spinnern.

Minderbemittelt sei Frau Bas,

auch Saskia Esken. Das macht Spaß!

 

Sie gab sich völkisch national.

 Brüssel sei katastrophal,

der Trump ein vorbildlicher Freund,

die Fachkraft aus dem Ausland Feind.

Als Storch klappert man ganz bequem,

wenn man gesichert rechtsextrem.

 

Sehr tolerant blieb sie im Haus

und grenzte Kritiker nicht aus.

Auch andre Redner saßen fest

ohne Brandmauer im Nest.

Doch war die Lage ungewiss.

Hat sie auch Gaulands Vogelschiss?

 

Noch sitzt Beatrix (Gott sei Dank)

nicht auf unsrer Regierungsbank.

Auch Schlägertrupps waren nicht da,

als dieser Storchbesuch geschah.

Im Atrium ist nix passiert.

Die Beatrix wurd‘ remigriert.

 

Ihr Leute, macht Euch keinen Kummer:

Kein Anschluss unter dieser Nummer!

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