Dr. Winfried Rathke
Cerveteri – Caere
Die Etrusker (1)
Als ich 1954 als abenteuerlustiger Student per Anhalter nach Rom kam, besuchte ich auch das am nördlichen Stadtrand liegende Cerveteri, eine uralte etruskische Nekropole. Dort traf ich 1 Wächter, aber noch keinen Touristen.
So sah also ein etruskischer Friedhof aus. Beim Betreten der kreisrunden Hügel sah ich Steinkam-mern, in den dekorierte Stützpfeiler ein flaches Gewölbe hielten. Ich konnte mich auf kahle Steinbänke setzen. Eine kleine Taschenlampe half bei der notdürftigen Orientierung. Erst Jahre spä-ter entdeckte ich in Museen Schätze, die man den Toten für die Reise ins Jenseits mitgegeben hatte.
Das Innenleben einer Tombe zeigt Abstellplätze für Sarkophage und Sitzgelegenheiten für Trauergäste.
Es ist eine besonders feinziselierte und wertvolle Grabbeigabe in der Tomba Regulini-Galassi.
Die Handwerkskunst auf dem Metall-Sektor war bei den Etruskern sehr hoch entwickelt !
Star der Sammlung, die von den Herren Regulini und Galassi 1836 aus einem noch unberührtem und besonders reich ausgestatteten Grab gebor-gen werden konnte, ist eine Fibel, die zum Ver-schluss von Kleidungsstücken geschaffen worden war. Es ist ein Meisterwerk der Goldschmiede-kunst.
Der Schmuck aus dem Regulini-Galassi-Grab kann heute im Museo Gregoriano Etrusco in der römischen Vatikanstadt besucht werden.
Aretium – Arezzo
Ein Meisterwerk der Metall-Verarbeitung ist die Chimäre von Arezzo, ein feuerspeiendes Ungeheu-er aus der antiken Sagenwelt. Es hat einen Löwen-kopf, aus dem Rumpf ragt eine Ziege, deren Horn von einer Schlange gepackt wird, die aus dem Löwenschwanz hochsteigt.
Es ist eine 80 cm hohe Votiv-Bronze aus dem 5. Jhdt. vor Chr., die im Tempel des Etruskischen Haupt-Gotts Tinia gefunden wurde.
Diese 1,40 m hohe etruskische Großbronze eines Kriegers oder des Gottes Mars wurde nahe der Kleinstadt Todi am Tiber gefunden.
Die Figur trug in der Rechten eine Opferschale und stützte sich mit der Linken auf einen Speer. Der Helm kam abhanden.
Im Palazzo Guarnacci von Volterra sind zahlreiche kleinen Urnetta-Aschenurnen ausgestellt, die Etrusker für ihr Verstorbenen aus Alabasterge-stein herausgemeißelt haben. Tote wurden im 7.-3. Jhdt. vor Chr. verbrannt, später begraben.
Auf dem Deckel liegt die Abbildung des Verstor-benen, auf dem Urnen-Kasten sind mythologische Szenen festgehalten, die die Reise ins Jenseits illustrieren. Der Tote wurde mit festlicher Frisur und Bekleidung, samt Schmuck standesgemäß dargestellt. Oft hält er (oder sie) eine Patera (Opferschale) in der Hand.
Die Liegeposition gleicht dem griechischen Sym-posionsfestmahl, der Oberkörper ist auf Kissen leicht aufgestützt. Der Tod wird wie eine nie enden wollende Feier ins Jenseits zelebriert.
Die Reliefs auf den Urnen-Kästen sind häufig turbulente Kampfszenen und Geschichten aus Homers Odyssee.
Vetulonia
In diesem Städtchen machte der Arzt Dr. Isidoro Falchi 1880 archäologische Grabungen und stattete mit seinen Funden ein ganzes Museum aus, das sich sehen lassen kann.
Reiche Etruskerinnen trugen goldene Halsketten, deren Feinarbeit heute noch bewundert wird.
Sogar ein Kriegerhelm und das Model eines Wohnhauses kamen in Vetulonia zu Tage.
Vereinzelt fanden auch Bauern auf dem Feld etruskische Gegenstände.
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