Der Heilige Leopold
Österreichs Schutzpatron
Todestag: 15. November, wenn die Weinlese endet .
„Der Heilige Leopold – ist dem Altweibersommer hold.“
Langsam wird man immer frommer,
schon durch den Altweibersommer,
weil der Heilge Leopold
dieser Jahreszeit sehr hold.
Erst war er ein Markgraf nur,
später Heiligenfigur.
Agnes, seine liebe Frau,
war von edlem Körperbau,
von Geburt her fränkisch-salisch,
sehr sympathisch und moralisch.
Achtzehn Kinder hatten sie,
Zeichen größter Harmonie.
Leopold war ferner stetig
Klöster gründend rastlos tätig
denn die Kinder, streng genommen,
mußten ja dort unterkommen.
So ist in den Donaulanden
Klosterneuburg auch entstanden.
Chorherren warn hell entzückt,
weil spirituell entrückt.
Plötzlich gab es einen Knall.
Das war wohl ein „Jagdunfall“.
Jemand traf ihn ungewollt,
tot fiel um – der Leopold.
Das war bitter und auch tragisch,
doch sein Geist schwebt heut noch magisch
durch das Land, bringt schönes Wetter,
und färbt absterbende Blätter.
Wenn die Damen Lust verspüren
gehen sie nun viel spazieren,
werden dabei immer frommer.
Das ist – der Altweibersommer.
Und der Wein, der unvergleichlich,
fließt dank Leopold nun reichlich.