Staatsoper 2026/27

Staatsintendant Serge Dorny stellte am 15.3.26 gemeinsam mit Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski und dem Direktor des Bayerischen Staatsballetts Laurent Hilaire die Spielzeit 2026 / 2027 der Bayerischen Staatsoper vor.

 

„Verging wie Hauch der Götter Geschlecht.“

 

Diese Worte aus der Schlussszene von Richard Wagners Götterdämmerung fungieren als poetische Achse dieser Spielzeit. Wagner nahm die signifikanten Verse Brünnhildes, die das Ende der göttlichen Ordnung markieren und in denen sie ihr Wissen an die Menschheit weitergibt, nicht in seine Vertonung des Ring des Nibelungen auf, „weil ihr Sinn in der Wirkung des musikalisch ertönenden Dramas bereits mit höchster Bestimmtheit ausgesprochen wird“, so die Begründung des Komponisten.

 

Es lohnt aber, diesen Worten genauer nachzuspüren, besagen sie doch: Selbst scheinbar absolute Machtsysteme sind vergänglich. Was bleibt, ist „nicht Gut, nicht Gold, noch göttliche Pracht; nicht Haus, nicht Hof, noch herrischer Prunk: nicht trüber Verträge trügender Bund, noch heuchelnder Sitte hartes Gesetz“, sondern – so weiß es Brünnhilde – die Liebe oder auch: Verantwortung und menschliche Entscheidungen.

 

Die Vorstellung vom Niedergang der Götter und die Frage, was nach ihnen kommt, prägt diese Spielzeit. Es ist eine Reflexion über die Rolle des „Göttlichen“ in der heutigen Welt: über Autorität, Ideologie, Genie, Macht und den fragilen Raum, in dem sich die Menschheit behauptet, wenn diese höheren Ordnungen zusammenbrechen. Jede Neuinszenierung beleuchtet diese Frage aus einem anderen Blickwinkel.

 

Zehn Neuproduktionen der Bayerischen Staats-oper sowie zwei Neuproduktionen und eine Gala des Bayerischen Staatsballetts, das UniCredit Er-öffnungsfest und die Konzerte des Bayerischen Staatsorchesters sowie die Ballettfestwoche, das Ja, Mai-Festival und die Münchner Opernfest-spiele bilden den Rahmen für die kommende Spielzeit in allen Sparten der BSO.

BSO - ZUSCHAUERRAUM
BSO - SIEGFRIED
BSO - DR. ATOMIC
BSO - MARIA STUARDRA

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