MUSEENLANDSCHAFT, EXPRESSIONISMUS
Kunst- und Naturgenuss zwischen München und dem Alpenrand
Themenschwerpunkt 2026 BLAU MACHEN. rauskommen, ankommen, runterkommen
Erschöpfung, ständige Erreichbarkeit, digitaler Dauerstress, Informationsflut, Zukunftssorgen und Einsamkeit – selten zuvor fühlte sich Gegenwart so anstrengend an wie heute. Immer mehr Menschen sehnen sich nach einem Ort zum Durchatmen, nach Momenten, in denen Kopf und Seele zur Ruhe kommen.
Genau hier setzt das diesjährige Programm der MuSeenLand-schaft Expressionismus an. Unter dem Motto „BLAU MACHEN. rauskommen, ankommen, runterkommen“ laden fünf Museen und vier oberbayerische Destinationen zu Ausstellungs-, Mit-mach- und Ausflugsangeboten ein, die bewusst auf Ruhe, Entschleunigung und sinnliche Erfahrungen setzen.
Kunst und Natur entfalten dabei ihre stille, aber erstaunlich kraftvolle Wirkung. Zahlreich wissenschaft-liche Studien zeigen: Wer sich bewusst auf Kunst und Natur einlässt, senkt nachweislich seinen Stress-pegel, stärkt das emotionale Gleichgewicht und bringt körperliche Prozesse wieder in Balance. Ein Muse-umsbesuch kann entspannen wie eine Meditation, ein Spaziergang durch inspirierende Landschaften wirkt oft nachhaltiger als jedes klassische Wellness-Wochenende.
Es wird deutlich, Museen sind weit mehr als Ausstellungsorte. Als bewusst gestaltete Räume der Muße und Entschleunigung bieten sie Schutz vor Lärm, Reizüberflutung und dem permanenten Druck der Verfügbarkeit. Architektur, Rauminszenierung und Kunstwerke schaffen eine Atmosphäre, die Ruhe und Konzentration fördert, sie laden ein zum Innehalten und Verweilen.
Auch der Aufenthalt in der Natur wirkt nachweislich gesundheitsfördernd. Regelmäßiger Naturkontakt kann Stress senken, kognitive Funktionen verbessern, den Schlaf fördern, körperliche Aktivität steigern und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.
Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt setzt das Netzwerk Mu-SeenLandschaft Expressionismus auf die besondere Verbindung von Kunst und Natur. Fünf Museen und vier touristische Destinationen zwischen München und der Alpenkette laden seit 2012 gemeinsam dazu ein, Kunst mit allen Sinnen zu erleben – im Museum und im Dialog mit der Natur. Denn in dieser Region im bayerischen Alpenvorland lässt sich die Kunst des deutschen Expressionismus in der Landschaft erleben, die vor allem die Künstlerinnen und Künstler des Blauen Reiter wie Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Franz Marc, Heinrich Campendonk
oder Alexej von Jawlensky zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer neuen Bildsprache inspirierte.
So entsteht ein einzigartiger Erlebnisraum zwischen Museum und Natur, zwischen Kontemplation und Bewegung.
Mit dem Jahresprogramm 2026 lädt die MuSeen-Landschaft Expressionismus dazu ein, bewusst Tempo herauszunehmen und Kunst- und Naturgenuss als Quelle von Regeneration, Inspiration und innerer Balance zu entdecken.
11. April 2026, SLOW ART DAY (Programm in Planung)
30. April 2026, BLAUE STUNDE (Programm in Planung)
PROGRAMM in München
BLAU MACHEN. rauskommen, ankommen, runterkommen
Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter
ab 10. März 2026
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstler*innen unter dem Namen Der Blaue Reiter mit dem Anspruch, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern. Nicht nur in München, sondern auch im oberbayerischen Alpenvorland entwickelten sie neue Formen des Sehens, Denkens und Gestaltens, wobei die Landschaft zum Ort der Konzentration, Reduktion und Neuorientierung wurde und als Gegenbild zum urbanen Alltag diente. In der bewussten Distanz zum Sichtbaren und Vertrauten vollzog sich der Schritt vom Gegenständlichen zur Abstraktion. Rückzug,
Konzentration und geistige Offenheit wurden zu zentralen Voraussetzungen ihres Schaffens.
Die Ausstellung knüpft an diese Haltung an und rückt die geistigen, inneren und experimentellen Dimensionen des Blauen Reiter in den Mittelpunkt Sie zeigt wegweisende Positionen – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Ab-straktionen bis zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen – und legt besonderes Augenmerk auf die Künstlerinnen der Bewegung, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Ergänzt wird diese Aus-wahl durch erstmals gezeigte Neuzugänge, darunter die abstrakten Kompositionen von
Wilhelm Morgner sowie sozialkritische Arbeiten von Emmy Klinker und Albert Bloch.
Mit über 150 Arbeiten eröffnet die Ausstell-ung neue Perspektiven auf eine der bedeu-tendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde. Der Blauen Reiter verstand Kunst als Botschaft und als Einladung, den Blick zu weiten. So beschreibt Else Lasker-Schüler 1911 die Suche nach einem weiteren Horizont mit den Worten: „Über die Welt hinaus.“
www.entdecke-dich-momente.de
Gaumenfreuden am Wegesrand bieten zum Beispiel die acht Slow Food Restaurants der Stadt. Im Fokus steht hier keine Spitzengastro-nomie, sondern Gasthäuser und Restaurants, die die Slow-Food-Prinzipien „gut, sauber, fair“ täglich umsetzen und ihre Gäste mit einladendem Ambiente und gastfreundlichem Service willkommen heißen.
Mehr zu Münchens Parks und Gärten
Buntes Garten Ciao: Veranstaltungen zum Mitmachen
23. April 2026 – August 2026
Museum kann auch draußen: Von April bis August 2026 verlagert das Lenbachhaus Kunst,
Begegnung und Muße in den Garten, auf den Vorplatz und in die unmittelbare Umgebung. Unter freiem Himmel entsteht ein offener Rahmen für Performances, Work-shops, Spaziergänge, Tanz, Theater, Karaoke oder Kaffeeklatsch. Das Programm entsteht aus dem Wunsch nach buntem, vielfältigem, solidarischem, barrierefreiem, klimagerechtem, queerem Wildwuchs. Neben den geplanten Formaten denkt „Buntes Garten Ciao“ auch Spontanität, Beteiligung und Aus-tausch als Teil des Programms ausdrücklich mit.
Besucher*innen können zufällig vorbeikommen, kurz bleiben oder länger verweilen, zuschauen oder selbst aktiv werden. Der Gar-ten und der Vorplatz werden dabei bewusst als Orte des Aufenthalts genutzt und weiterentwickelt. Neue Sitz- und Wasserelemente schaffen Schatten, Pausenräume und Mög-lichkeiten zum Verweilen – eine kleine Oase mitten in der Stadt, die Alltag, Museum und öffentlichem Raum miteinander verbindet.
Alles im grünen Bereich rauskommen. ankommen. runterkommen in Münchens Parks und Gärten
München ist groß. München ist lebendig. Und München ist grün. Parks, Gärten und die Isar bieten den perfekten Ausgleich zu Großstadttrubel, Sightseeing und Shopping. Die Stadt kann auf eine lange Tradition der Gartengestaltung zurückblicken. So wurden der Nymphenburger Schlosspark bereits im 17. Jh. oder der Englische Garten im 18. Jh.angelegt.
Gemütlicher als in den großen Parks geht es im Hofgarten gleich neben der Residenz zu: entlang der Arkaden spielen Münchner* innen Boule, beim Dianatempel lassen sich an Sommerabenden häufig Paaren bei Tango und Salsa zuschauen.
Eine kleine Reise nach Asien bietet der Westpark. Die Nepalpagode und der Thai Sala verleihen dem Park in Sendling einen internationalen Touch.
Absolut bodenständig hingegen durchfließt die Isar die Stadt. Weitläufige Kiesbänke, Auwiesen und bewaldete Hochufer begleiten den Fluss, der sich, dank der 2011 abgeschlossenen Renaturie-rung, sein Bett wieder selbst sucht. Insgesamt
können Einheimische und Gäste auf rund 2.300 Hektar öffentlichen Grünflächen in München ihre Freizeit genießen.
Wer die Stadt langsam entdecken und dennoch viele Sehenswürdigkeiten sehen will, dem sei das Stadtwandern empfohlen. Die zwölf Kilometer lange Ost-West-Passage führt einmal quer durch München vom Prinzregentenplatz bis zum Schloss Nymphenburg. Immer der Sonne entgegen, von der BMW Welt am Olympiapark bis zum Hinterbrühler See, führt die 21 km lange Nord-Süd-Passage. Von der Touren-App Komoot oder ausgebildeten Stadtführern kann man sich auf den Touren begleiten lassen.
Alle Detail-Informationen zu allen Facetten von MuseenLandschaft Expressionismus
finden sich online – fein aufbereitet.