Wie sich Autokratien im 21. Jahrhundert neu erfunden haben: die Krise der liberalen Demokratien und das neue Zeitalter der Populisten. Warum ökonomischer Fortschritt nicht zu mehr Demokratie führt und weshalb der Siegeszug von Autokraten und Populisten vom Verhalten der politischen Elite abhängt, erklärt Michael Sauga in diesem Debattenbuch.
Der SPIEGEL-Journalist und Wirtschaftsexperte untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkei-ten verschiedener autokratischer Regime wie in Russland, China oder Ungarn, arbeitet ihre Strate-gien und Strukturen heraus und zeigt ihre Erfolge und Schwachpunkte auf. Dabei macht er deutlich, dass die Autokratien der Welt sich im 21. Jh. neu erfunden haben, und veranschaulicht, warum sich auch entwickelte Industriegesellschaften von Ost-europa bis Südamerika von Demokratien in Auto-kratien verwandeln können, wenn die Bedingun-gen gegeben sind.
Sauga offenbart, dass moderne Autokraten gera-de zu Beginn oft wirtschaftlich erfolgreich sind und durch Reformen ihre Macht sichern, langfris-tig aber überall für Korruption und wachsende Un-gleichheit sorgen. Und er macht klar, warum es trotzdem so schwer ist, autokratische Länder wie-der demokratischer zu machen. Seine Analyse korrigiert lang gehegte Annahmen über die Ent-stehung und Beharrungskräfte autokratischer Systeme und liefert so auch neue Erkenntnisse über die Stärkung der europäischen Demokratien, die von wirtschaftlichem und politischem Druck sowie dem Aufstieg der Populisten zunehmend herausgefordert werden und handeln müssen.