Abschied vom März

Abschied vom März

Rathkes satirische Randnotizen

Abschied vom März

 

Alle wissen, der April

macht gern das, was er gern will.

Mal gibt’s Kälte, Schnee und Regen,

mal bringt Sonne warmen Segen.

Ich hab einmal nachgedacht,

was hat uns der März gebracht ?

 

Trump begann total spontan

einen Krieg mit dem Iran.

Netanyahu zog gleich mit,

wie bei einem Hexenritt.

Öl-, Benzin- und Gaspreis stiegen.

Denn Vernunft kam zum Erliegen.

 

Alle scheinen durchgedreht,

keiner weiß wie’s weiter geht.

Baden-Württemberg dann wählte,

eifrig man die Stimmen zählte.

Özdemir lag ganz knapp vorn. 

Er bläst meist ins grüne Horn.

 

„Mainz bleibt Mainz“ verheißt Humor,

doch Herr Schweitzer dort verlor.

SPD sitzt in der Patsche,

denn es war die zweite Klatsche.

Klingbeil und auch Bärbel Bas

haben momentan kaum Spaß.

 

AfD wirkt stolzgeschwellt.

Ob die Brandmauer noch hält ?

Merz ist noch nicht top in Form,

Wirtschaftsleistung schrumpft enorm.

Viel Reformen müßten kommen

ahnt der Bürger sehr beklommen.

Steuerlich müßt man entlasten,

weil die Wähler sonst ausrasten.

Klimaschutz ist weiter richtig, 

auch Verteidigung bleibt wichtig

Im Beliebtheits-Einmaleins

sitzt Pistorius auf Platz eins.

 

Schließlich lag dann kolossal

auf der Sandbank noch ein Wal

und man wollte, wie es schien,

ihn hinaus aufs Meer rausziehn.

Ich glaub, daß der Kerl am Strand

völlig unter Drogen stand.

 

Ja, im März ist viel passiert,

was uns Bürger irritiert.

Denn die Welt ist heut neurotisch,

ganz hysterisch und idiotisch.

Gottseidank macht der April

bald nur das, was er gern will.

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