Rathke: Der Adamsapfel

Dr. Winfried Rathke

Der Adamsapfel 

 

Als es im Paradies noch friedlich

und nicht so irre war wie heut,

stand Adam einmal ganz gemütlich

unter dem Apfelbaum, zu zweit.

 

Die Eva, seine hübsche Gattin

war grad an seinen Leib geschmiegt,

voll Liebe angeschaut sie hat ihn

und turtelnd ihren Kopf gewiegt.

Adam und Eva, von Lucas von Cranach, der Ältere

Da sprach von oben eine Schlange:

„reißt einen Apfel Euch vom Baum,

er schmeckt schön süß, seid nicht so bange,

bemerken wird das niemand kaum.

 

Doch Adam hatte schwer Bedenken,

er wußte ja um das Verbot.

Er wollt den lieben Gott nicht kränken

und wurd vor Aufregung ganz rot.

 

Nur Eva, die am Pediküren

sprang auf und rief: Papperlapapp

und da sehr einfach zu verführen,

riß sie besagten Apfel ab.

 

Sie biß hinein, der Saft verspritzte,

ihr Adam blickte irritiert,

vor lauter Angst der Arme schwitzte,

der Sündenfall war nun passiert.

 

Nun schob die Eva heftig kichernd

den Apfel Adam in den Mund

ihm dabei anschaulich versichernd,

der Apfel sei ja so gesund.

 

Der Adam wollte ihn schon fressen,

doch blieb er stecken quer im Hals,

es half kein würgen, schlucken, pressen

es ging nicht weiter jedenfalls.

 

Von außen war der Kloß zu sehen,

war auffällig und sehr markant.

Bei diesem seltsamen Geschehen

der Adamsapfel einst entstand.

Dr. Winfried Rathke

Bücher per Email direkt bestellen: 18, 17, 16 €. Sehr empfehlenswerte, bildreiche, Bücher! 

Tags: