Voltaire 1694-78

Dr. Winfried Rathke

François-Marie Arouet – „Voltaire“ (1694-1778)

Seine Zitate: „Lesen stärkt die Seele“

„Unser größter Feind ist die Langweile“

„Wenn es Gott nicht gäbe, so müsste man ihn erfinden“

Nicolas de Largillière-Voltaire

Ein Meister der eleganten Verse,

der Ironie und der Kontroverse,

hat Europas Geister bewegt

und ein ganzes Jahrhundert geprägt.

 

Im Jesuitenkolleg erst erzogen,

dann in die Welt der Satire geflogen,

zweimal in der Bastille im Knast,

hat er sich etwas dem Hof angepasst.

 

Madame Pompadour hat ihn geschätzt,

obgleich er dauernd den König vergrätzt.

Freiheit verlangte er für den „Esprit“,

nachgeben konnte und wollte er nie.

 

 

 

 

 

 

 

Er übte Kritik am Absolutismus,

war ein Vertreter des Rationalismus,

hat die Kirche bewusst provoziert,

ist oft in die Verbannung spaziert.

 

Doch er schrieb Epik, Lyrik, Dramatik,

wandte sich immer gegen Dogmatik.

Seine philosophischen Briefe

beeindruckten durch literarische Tiefe.

 

Nach Sanssouci kam er zum Alten Fritz,

erfreute die Preußen mit seinem Witz.

Dem Fritz konnte er seinen Geist bescheren,

der hatte Vergnügen, ihm zuzuhören.

 

Sein „Candide“ steckt voll Pessimismus,

nachdenklich stimmt viel Skeptizismus.

Auch seine Scharfzüngigkeit fand ich krass,

Bosheit erschreckt, Rachsucht und Hass.

 

Am Ende hat er in Paris triumphiert.

Sein Sarkophag das Pantheon ziert.

Die Kirche hat ihm das Begräbnis verwehrt,

weil er den Klerus restlos verstört.

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