Bangaranga… und so

Bangaranga… und so

Dr. Winfried Rathkes satirische Randnotizen

(publiziert in RHEINGAU ECHO)

Bangaranga

 

In Wien gab’s kürzlich viel Wildwest

beim Eurovision Song Contest.

Elektro-Beat und Balkan-Popp

brodelten im Wasserkopp.

Bangaranga aus Bulgarien

zählt jetzt zu den schönsten Arien.

 

Kanzler Merz war schwer im Streß

auf dem DGB-Kongreß,

sprach in Form von Stoßgebeten

von neuen Reformpaketen.

Doch das hat man nicht begriffen,

drum wurde er ausgepfiffen.

 

Überall Milliarden fehlen,

denn man kann sie nirgends stehlen.

Auch Bürokratie hemmt gründlich,

denn sie ist unüberwindlich.

Lauter Haushaltslöcher klaffen.

Man soll jetzt bis 70 schaffen.

 

Bangaranga ist publik

auch in Großer Politik.

Trump und Putin sind gewesen

im Palast des Pekinesen

schwanzwedelnd devot zu Gast.

Ein Theater war es fast.

 

Auch ein Klimawandel droht.

Jeder fünfte Baum sei tot.

Borkenkäfer kann man finden

wimmelnd unter allen Rinden,

wo sie Bangaranga singen

und so ihren Tag verbringen.

 

Und im Kongo jetzt hausieren

lauter aggressive Viren,

wenn im Schlaf Dich Ratten beißen.

Ebola die Biester heißen.

Plötzlich hat man hohes Fieber.

Bangaranga ist mir lieber.

 

Hohe Ölpreise erschrecken

Lieferketten bleiben stecken

Dies Jahr wird der Urlaub teuer.

Doch im deutschen Tor steht Neuer.

Nagelsmann schon ganz beschwingt

grinsend Bangaranga singt.

 

Timmy ist leider verendet,

den die Glotze oft gesendet.

Wochenlang hat man getrauert

und den Buckelwal bedauert.

Bangaranga half ihm nicht.

Ihm – widme ich dies Gedicht.

 

Dann beklagen Sturm und Drang,

jeder fünfte Baum sei krank

Noch ist man sich nicht im Klaren,

dass es Zeit wird, mehr zu sparen.

Es wird, falls wir so lang leben,

Rente erst ab 70 geben.

 

Urlaub wird auf einmal teuer 

Dara Bangaranga Songkontest

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