Rathkes satirische Randnotizen
Traum zum Frauentag?
Ich ging gestern betrübt zu Bett,
war deprimiert, erschöpft komplett.
Die Nachrichten im Fernsehn waren
nur noch Wahnsinn und Gefahren.
Geistig zerrüttet schlief ich ein
und wollte fern vom Chaos sein.
Doch plötzlich hatt‘ ich einen Traum,
der war so schön, Ihr glaubt es kaum!
Ich sah die Welt total verändert.
In Deutschland wurd‘ nicht mehr ge*gendert.
In vielen Staaten wurd‘ gelacht,
denn Frauen waren an der Macht.
Die starken Männer waren jetzt
von ihren Ämtern abgesetzt.
Der Putin kam, das war wohl klar,
ins Lager, wo Nawalny war,
und wurde, was für ihn nicht heiter,
in Sibirien Zwangsarbeiter.
In Washington nahm Trump Reißaus
und landete im Irrenhaus.
Er blickt dort um sich ganz verschüchtert,
bekam sofort, was sehr ernüchtert,
übern Kopf eiskalte Güsse
und dreimal täglich Hexenschüsse.
Die Mullahs traf es im Iran
härter noch, mein lieber Schwan.
Sie wurden alle weggezerrt,
in Freudenhäuser eingesperrt.
Sie müssen ihr Gesicht verschleiern
und täglich Donnerbalken scheuern.
Die Regierung übernahmen
in allen Ländern nun die Damen.
denn Männer, die das Morden lieben
wurden einfach abgetrieben.
Frauen herrschten fortan friedlich,
klug, charmant, ganz unterschiedlich.
Doch schlagartig wurde ich wach.
Mein Wecker machte klingelnd Krach.
Vorbei war nun der schöne Traum.
Der Wahnsinn stand wieder im Raum.
Frustriert wollte ich mich erheben,
da musste ich mich übergeben.
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