Sonntag 21.7.24

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Kalenderblatt Sonntag, 21. Juli 2024


lippen-0004.gif von 123gif.de Zitat des Tages: „Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen und fünfzig, um schweigen zu lernen.“ Ernest Hemingway (1899-1961)


21.7.1969: Neil Armstrong: Der erste Mensch betritt den Mond
Heute vor 39 Jahren betrat der erste Mensch den Mond. US-Astronaut Neil Armstrong, der während der gesamten „Apollo-11“-Mission Funkkontakt zur Raumstation Houston/Texas unterhielt, stieg von der Leiter des Landefahrzeugs „Eagle“ mit dem inzwischen historischen Satz: „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung vorwärts für die Menschheit.“ 25 Prozent der Weltbevölkerung verfolgten diesen Schritt um 3.56 Uhr MEZ vor ihren Fernsehgeräten.


Mehr Details:
Dass die Sowjetunion im Wettstreit um die Vormachtstellung im Weltraum schon wieder einmal die Nase vorne hatte, bestürzte US-Präsident John F. Kennedy im Frühjahr 1961 schwer. Der „Sputnik-Schock“ des Jahres 1957 war noch nicht verdaut, da schossen die Russen im April 1961 mit dem Kosmonauten Juri Gagarin bereits den ersten Menschen ins All. Diesem neuerlichen sowjetischen Pluspunkt setzte Amerikas ehrgeiziges Staatsoberhaupt in einer Rede im Mai 1961 die Absicht entgegen, die USA würden noch vor Ablauf des Jahrzehnts mit einer Mondlandung aufwarten.
Die Anstrengungen – auch im Hinblick auf die finanziellen Ressourcen –, die Amerikas Regierung, Wissenschaftler, Techniker und Weltraumbehörden zur Erreichung dieses ambitionierten Ziels unternahmen, können nur als überdurchschnittlich bezeichnet werden. Mit John Glenn an Bord einer Mercury-Kapsel trat ein Jahr nach dem Fliegeroffizier Gagarin auch der erste Amerikaner die Reise ins All an; mit dem anschließenden Raumfahrtprojekt „Gemini“ setzte die NASA einen Meilenstein auf dem Weg zur bemannten Mondlandung und holte sich damit den heiß ersehnten Vorsprung vor der Sowjetunion. Den Höhepunkt bildete schließlich das 1968 begonnene „Apollo“-Programm. Den Start von „Apollo 11“, mit den Astronauten Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins an Bord, verfolgten am 16. Juli in Cape Kennedy drei Millionen Schaulustige vor Ort; die mit Spannung erwartete Mondlandung und das Betreten des Erdtrabanten wird weltweit über Satellit „live“ ausgestrahlt.
So blickt insbesondere die amerikanische Welt stolz auf Neil Armstrong, der als erster die Landefähre „Eagle“ verlässt und die Mondoberfläche betritt. Ihm folgt wenig später sein Kollege Aldrin, während Collins im „Apollo“-Mutterschiff in der Mondumlaufbahn kreist. Unter den gerührten Blicken von Millionen Menschen hissen die Pioniere als eine ihrer ersten Taten die US-Flagge und salutieren vor dem Sternenbanner. Nur einer fehlt im Augenblick des Glücks: John F. Kennedy, der dem Mondlandeprogramm 1961 die höchste Dringlichkeitsstufe eingeräumt hatte und zwei Jahre später ermordet worden war, kann diesen Triumph seiner Nation nicht mehr erleben.
Gedenktage:
1990: Für kurze Zeit wird auf dem Potsdamer Platz in Berlin eine neue Mauer errichtet: „The Wall“, das Rock-Opus der britischen Rockgruppe Pink Floyd aus dem Jahr 1979, kommt zur Aufführung. 320.000 Menschen verfolgen vor Ort den erneuten Fall einer Mauer, eine Milliarde sieht das Spektakel auf dem Bildschirm.
1974: Zum fünften Mal in seiner Karriere gewinnt der belgische Radrennfahrer Eddy Merckx die Tour de France, nachdem er bereits Anfang des Jahres die Tour de Suisse gewonnen hatte und im Juni, ebenfalls zum fünften Mal, als Sieger aus dem Giro d’Italia hervorgegangen war. Seine Erfolgssträhne wird sich im August fortsetzen und ihm zum dritten Mal den Titel des Weltmeisters der Radprofis bescheren.
1954: In Genf bedeutet die Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens am Ende der dreimonatigen Indochina-Konferenz durch Frankreich und die Demokratische Republik Vietnam das Ende des acht Jahre dauernden 1. Vietnam-Kriegs. Der Vertrag sieht die Teilung Vietnams in eine südliche, den französischen Truppen vorbehaltene, und eine nördliche Zone vor, in die sich die kommunistischen Vietminh zurückziehen.
1847: Rund 15.000 aus den Vereinigten Staaten vertriebene Mormonen lassen sich in der Wüste am Großen Salzsee nieder; die Angehörigen der 1830 gegründeten Religionsgemeinschaft begründen dort einen eigenen Staat namens „Deseret“, der 1896 zum US-Bundesstaat Utah erklärt wird.
1798: In der „Schlacht bei den Pyramiden“ besiegt der französische General Napoleon Bonaparte das Heer der Mamelucken und zieht wenige Tage später mit seinen siegreichen Truppen in der ägyptischen Stadt Kairo ein.
Geburtstage:
1952: Robin Williams; US-amerikanischer Schauspieler und Komödiant. In einfühlsamen Rollen wie im Film „Der Club der toten Dichter“ oder der Adaption des Jurek-Becker-Romans „Jakob, der Lügner“ brilliert der Schnellredner ebenso wie in völlig überdrehten: „Good Morning Vietnam“, „König der Fischer“ oder „Mrs. Doubtfire“ sind typische Beispiele.
1947: Cat Stevens, eigentlich Stephen Demetri Georgiou; englischer Sänger und Songschreiber. Der Künstler, dem das Publikum melodiöse Songs wie „Morning Has Broken“ oder „The First Cut Is The Deepest“ verdankt (auch die Musik zum Kultfilm „Harold und Maude“ stammt aus seiner Feder), hatte eines Tages eine Vision, die ihm gebot, als Popsänger aufzuhören und zum Islam überzutreten. Seine religiösen Lieder gibt er heute unter dem Namen Yusuf Islam zum Besten.
1899: Ernest Hemingway († 2.7.1961); US-amerikanischer Schriftsteller, der seine abenteuerlichen Erlebnisse (u.a. Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg) thematisch in seinem Werk verarbeitete, das in seiner stilistischen Knappheit als beispielgebend für die moderne Literatur und gleichzeitig als Ausdruck einer „verlorenen Generation“ gilt. Bekannte Romane: „Wem die Stunde schlägt“ (1940) und „Der alte Mann und das Meer“ (1953).
1893: Hans Fallada, eigentlich Rudolf Ditzen († 5.2.1947); deutscher Schriftsteller. Im Mittelpunkt seiner sehr erfolgreichen Romane stehen die so genannten kleinen Leute und deren Leben in der Weimarer Republik sowie in Zeiten des Nationalsozialismus. Bekannte Werke sind „Kleiner Mann – was nun?“ (1932) und „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ (1934).
1858: Lovis Corinth († 17.7.1925); deutscher Maler und Grafiker. Wie der Berliner Max Liebermann, mit dem er auch befreundet war, gehörte er den führenden deutschen Impressionisten und der Berliner Sezession an. Künstlerische Erfahrungen sammelte er in Antwerpen und Paris – und natürlich in Bayern, wo er die Motive zu seinen „Walchenseelandschaften“ fand.
Copyright Rosmarie Elsner

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