16.7.26: Testosteron

16.7.26: ‚Kriegs‘-Minister Pete Hegseth setzt seine Militär-Verfeinerung fort

 

US-Kämpfers Ideal-Bild

Darauf ist Pete Hegseth wild

Bart-& Bauchwuchs: Rote Fahne

‚Traditionell männlich‘* erste Sahne

 

Dieser US-‚Kriegsminister‘

recht(s)lastig tätowiert ist er  

Befand kürzlich: Keine Bärte

Sonst kracht’s in aller Härte

 

Aktuell: alle ächzen schon

‚Kampflust hebt Testosteron 

und noch viel mehr, Pardon

Jede(r) kriegt ne Injektion…!’

*High-T-Military“: Verbindung zur Manosphere

Der Begriff „High-T“ stammt aus der sogenannten Manosphere. Diese Online-Subkultur propagiert traditio-nelle Männlichkeitsbilder und ist teils mit rechtsradikalen und antifeministischen Ideologien verbunden. Auf Plattformen wie 4chan verbreiten Anhänger die Idee, dass hohe Testosteronwerte mit Dominanz, Agg-ressivität und „natürlicher Führung“ korrelieren: ein Narrativ, das wissenschaftlich nicht haltbar ist. Kritiker wie die US-Demokratin und Luftwaffen-Veteranin Chrissy Houlahan warnen deshalb vor einer Politisierung der Medizin: Die Tests seien weniger ein Gesundheitsprogramm als ein kultureller Kampf gegen Inklusion.


Ausschluss und Diskriminierung

Hegseths Initiative wird im Kontext seiner reaktionären Agenda gesehen: Seit Amtsantritt treibt er Verän-derungen in seinem „Kriegsministerium“ an, das einen vermeintlich traditionell männlichen Kriegerethos im Militär schaffen soll. Unter seiner Führung wurden deshalb Fitness-Standards verschärft, Ausnahmen von Rasurpflicht für Soldaten mit Hauterkrankungen gestrichen, transgeschlechtliche Personen vom Mili-tärdienst ausgeschlossen. Kürzlich blockierte Hegseth (lt. N.Y.Times) die Beförderung von schwarzen und weiblichen Marinesoldaten, was als Diskriminierung gebrandmarkt wurde.

(aus DER TAGESSPIEGEL online)

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