Der Triumph von Riga
Dr. Winfrieds Analyse
Ich bin ein Fan in jedem Fall
vom wundervollen Basket-Ball.
Da rennen Leut, was wirklich schwer,
wie wild mit einem Ball umher,
dribbeln, passen, werfen, flanken,
um ihn in einen Korb zu „dunken“.
Die „Rebounder“ sind sehr auf Trab,
wehren Angriffe rasch ab.
Der „Forward“, über Flügel rennt er,
wirft den Ball, den fängt der „Center“.
Dessen Durchbruch wird erschwert,
weil die Manndeckung ihn stört.
Manchmal steht er aber freier
und wirft einen coolen „Dreier“.
Dann brüllen Halle und der Mob.
Man greift sich staunend an den Kopp.
Auch werden viele Fouls begangen,
Angriffe oft abgefangen.
Mitunter spielt man ungesellig
und Strafwürfe sind überfällig.
Der Spieler tobt, gestikuliert,
schneidet Grimassen, protestiert,
hat seine Tassen nicht im Schrank.
Dann muß er raus, und auf die Bank.
Der Franz Wagner Punkte machte,
sodaß mein alter Bildschirm lachte.
Früher sang als Star die Milva,
heute traf Tristan da Silva.
Isaac Bonga machte Punkte,
obwohl manch Experte unkte.
Dennis Schröder, der Germane,
war jetzt allererste Sahne.
Unser Volk, das bunt kariert.
hat in Riga triumphiert.
Alle jauchzten glücklich, weil
dieses Spiel war wirklich geil.
Deutschland, Deutschland über alles!
Im Revier des Basketballes
sind uns Brüste stolzgeschwellt.
Bloß der Staat hat wenig Geld.
Ob er Krisen bald umschifft
und der Merz auch Dreier trifft?
