Dr. Winfried Rathke – Nachtschicht!
um abzulenken von den Qualen
der heute durchgeführten Wahlen,
schick ich heut Nacht mal dieses Mail.
Ich hoff, es macht den Kuchen gel
und lockert Spasmen in Gelenken
und hilft beim positiven Denken.
Das Handtuch
Das Handtuch hängt meist an der Wand
und dient zum Trocknen von der Hand,
von Rücken, Hals und Brüsten.
Es rubbelt über Kinn und Bauch,
und über unser Sitzfleisch auch,
vor Waschbecken und Küsten.
Wir schlingen es von vornherein
um Beckenkamm und Schlüsselbein,
um Schenkel, Stirn und Lenden,
und wenn es vorne dreckig ist,
und unansehnlich speckig ist,
kann man das Handtuch wenden.
In Stapeln liegt es zum Verkauf,
man setzt sich gern aufs Handtuch drauf,
kann Achseln trocken tupfen,
und manches Ferkel putzt zum Spaß
sich mit dem Handtuch noch die Nas’,
wenn die verstopft durch Schnupfen.
Ein Handtuch kann das Brillenglas,
das Klobecken, das Tintenfass,
und auch die Schuhe putzen.
Es ist somit für jedermann,
der Nässe nicht gut leiden kann
von allergrößtem Nutzen.
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