Schmerzfrei durchschlafen — 4 Tipps für einen rückengesunden Schlaf
Berlin im Juni 2018. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2017 leidet ein Drittel der deutschen Bevölkerung unter Schlafstörungen. 54 Prozent dieser Befragten klagen darüber, nach einer unruhigen Nacht unter Rückenschmerzen und Verspannungen zu leiden. Um hierfür die Ursachen zu finden und ihnen entgegenzuwirken, lohnt es sich, die eigenen Schlafgewohnheiten zu beobachten. „Nicht nur die Schlafposition, sondern auch die Schlafzimmertemperatur sowie Matratze und Kissen haben einen entscheidenden Einfluss auf unseren Schlaf und können zu Rückenschmerzen und Abgeschlagenheit führen, wenn man bestimmte Punkte nicht beachtet“, erklärt Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin.
1. Poleposition sichern
Es gibt drei unterschiedliche Schlafpositionen: die Fötus-Stellung, bäuchlings oder auf dem Rücken. In jeder Lage können bereits kleine Veränderungen Großes bewirken und Rückenschmerzen vermeiden. Die Mehrzahl der Deutschen schläft auf der Seite. Ihnen rät Dr. Sabarini: „Eine leichte Beugung der Beine verhindert übermäßigen Druck auf die Wirbelsäule und ein zusätzliches Kissen zwischen den Knien vermeidet das Einsinken der Hüfte. Außerdem sollten Seitenschläfer vor allem in dieser Lage auf ein geeignetes Kissen achten, das den Nacken entlastet, um so Verspannungen zu vermeiden. Auf speziellen Nackenkissen liegt der Kopf in einer Wölbung, sodass das Kissen den Bereich zwischen Ohr und Schulter ausfüllt.“ Wer dagegen meist auf dem Bauch schläft, sollte auf ein Kissen gänzlich verzichten, um eine Überdehnung der Halswirbelsäule zu vermeiden. Rückenschläfern empfiehlt Dr. Sabarini, ein zweites Kissen unter die Knie zu legen, um nicht zu flach zu liegen. So entsteht kein Hohlkreuz und die Lendenwirbelsäule wird entlastet. (more…)