Die „Fuggerstraße“ startet in vier Ländern Europas
Regio Augsburg initiiert Tourismuskooperation mit Österreich, Italien und der Slowakei



(Martin Kluger/pm.) Woher kam der legendäre Reichtum der Fugger im „goldenen Augsburg der Renaissance“? Üblicherweise denkt man an Weberei, Pfefferhandel und Bankgeschäfte mit Kaisern, Königen und Päpsten. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit: Die bei Weitem wichtigste Einkommensquelle war – ab der Zeit Jakob Fuggers „des Reichen“ und bis in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts – die Montanwirtschaft. Die Fugger waren quasi die „Krupps der Frühen Neuzeit“. Sie führten einen Montankonzern, in dem zwar auch Gold und Silber eine Rolle spielten. Der wahre „Bergsegen“ resultierte aber aus dem Abbau von Erzen, der wahre Reichtum aus dem Handel mit Kupfer, Blei, Quecksilber und weiteren Metallen sowie deren Weiterverarbeitung. In den Verhüttungszentren entstanden Produkte aus den Legierungen Bronze, Messing und Rotguss. Sogar die Versorgung der Bergarbeiter war ein nicht zu unterschätzender Geschäftszweig. Der fuggerische Montankonzern war in insgesamt zehn Ländern Europas aktiv und hinterließ in mindestens zwei Dutzend Bergbaustädten, an Standorten von Hüttenwerken sowie in Distributionszentren zwischen Spanien und der Slowakei, zwischen Belgien und Italien und in Deutschland vom Allgäu bis nach Thüringen Fuggerhäuser, Fuggerschlösser, Sakralkunst und andere Sehenswürdigkeiten. Die Fugger trugen (und tragen bis heute) den Namen Augsburgs in weite Teile Europas. (more…)





















