Tod in Triest. Auf den Spuren von Johann Joachim Winckelmann
Sonderausstellung in den Staatliche Antikensammlungen München (6.6.–9.12.2018)

Salvatore de Carlis, Marmorbüste von Johann Joachim Winckelmann, 1808, Glyptothek München © Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München, Renate Kühling
In den internationalen Reigen der Jubiläumsveranstaltungen zu Johann Joachim Winckelmann reiht sich die Studioausstellung „Tod in Triest. Auf den Spuren von Johann Joachim Winckelmann“ in den Antikensammlungen ein. Winckelmann gilt als Begründer der modernen Archäologie und Kunstwissenschaft. Er wurde am 8. Juni 1768 in Triest ermordet. Sein gewaltsamer und tragischer Tod ließ ihn zu einer in ganz Europa verehrten Persönlich- keit aufsteigen. Heuer jährt sich der Todestag zum 250. Mal. Bereits am 9.12.2017 wurde sein 300. Geburtstag gefeiert.
In der Ausstellung am Königsplatz wird die Bedeutung des aus Stendal in der Altmark stammenden Gelehrten für die Fachwissenschaft der Klassischen Archäologie sowie für das Kunstverständnis des Klassizismus im Allgemeinen, aber auch für den Kunststandort München im Speziellen hervorgehoben. Denn der bayerische Kronprinz und spätere König Ludwig I. orientierte sich bei seinen Plänen zur Einrichtung der Glyptothek auch an den Schriften Winckelmanns und an dessen Ideen von einem entwicklungsgeschichtlichen Verständnis der antiken Kunst. Zudem befinden sich am Königsplatz berühmte Skulpturen aus der einstigen römischen Sammlung des Kardinals Alessandro Albani, als dessen Bibliothekar Winckelmann in Rom wirkte; darunter der in der Schau gezeigte „Winckelmann’sche Faun“, der „Knabe mit der Siegerbinde“ oder der „Faun mit den Flecken“. (more…)