13.10.18-6.1.19 Grande Decorazione. Italienische Monumentalmalerei in der Druckgraphik. Werke des Münchner Bestands aus drei Jahrhunderten.

Giulio Campagnola, Andrea Mantegna, Werkstatt, Die Elefanten, 1490 / 1500 Variation zu Andrea Mantegna, Triumphzug Cäsars, Szene V, um 1500 Kupferstich 283 x 259 mm (Blatt) © Staatliche Graphische Sammlung
Staatliche Graphische Sammlung München in der Pinakothek der Moderne.
Andrea Mantegna und Raffael, Michelangelo und Primaticcio, Annibale Carracci, Pietro da Cortona und Giovanni Battista Tiepolo sind für ihre herausragenden Leistungen in der Monumentalmalerei weltberühmt. Mantegna schuf mit seinem Triumphzug Cäsars um 1500 eines seiner Hauptwerke, an das sich Michelangelos Sixtinische Decke und Raffaels Stanzen im Vatikan reihten. Viele dieser und späterer Fresken fanden in der Druckgraphik Resonanz und eine höchst eigenständige Wahrnehmung.
Die Ausstellung greift erstmals in einer Überschau das Thema der italienischen Monumentalmalerei in der Druckgraphik vom späten 15. bis ins 18. Jahrhundert auf. Gezeigt werden rund 120 Werke, die in Größe und Form ungewöhnlich markant, attraktiv und künstlerisch ausgereift sind. An zum Teil höchst unkonventionelle Deutungen in Einzelblättern – etwa von Michelangelos Jüngstem Gericht oder von Kompositionen Giulio Romanos und Parmigianinos – schließen vielblättrige Serien zu Galeriedekorationen an, wie etwa Carlo Cesios Sicht von Annibale Carraccis Fresken in der Galleria Farnese, einem fulminanten Hauptwerk des römischen Barock. Leisere Töne schlägt Pietro Antonio Cotta in einer reizenden Folge von Amorettenpaaren nach Guido Reni an. Manches auch wurde nie verwirklicht. Lanfrancos Ausmalung der Benediktionsloggia von Sankt Peter blieb wegen des Tods Papst Pauls V. im Jahr 1621 auf dem Papier, war aber dennoch im Druck stark nachgefragt und wurde berühmt. (more…)











