IN EINEM NEUEN LICHT
KANADA UND DER IMPRESSIONISMUS
Organisiert von der National Gallery of Canada in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle München

Marc-Aurèle de Foy Suzor-Coté Symphonie Pathétique, 1925 124,8 × 112 cm, Öl auf Leinwand © Musée national des beaux-arts du Québec Foto: MNBAQ, Denis Legendre.
Vom 19.7. bis 17.11.2019 wird in der Kunsthalle München erstmals in Europa eine Ausstellung mit Meisterwerken des kanadischen Impressionismus vom späten 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert präsentiert. Anhand von rund 120 teils noch nie öffentlich gezeigten Gemälden vor allem aus kanadischen Museen und privaten Sammlungen stellt die Ausstellung 36 Künstlerinnen und Künstler vor, die hierzulande nahezu unbekannt sind. Die Aussicht auf eine Ausbildung bei den Pariser Malerstars lockte viele von ihnen zunächst in die französische Hauptstadt. Einige blieben in Europa, andere kehrten in ihre Heimat zurück, wo sie das kanadische Publikum mit der impressionistischen Malerei bekannt machten. In Szenen des kanadischen Alltagssowie vor allem in Landschaftsbildern fingen sie die einzigartigen Stimmungen ein, die imZusammenspiel von Natur, Licht und Klima des Nordens entstehen. Mit diesen Werken leisteten die KünstlerInnen nicht nur einen bedeutenden Beitrag zum weltweiten Phänomen des Impressionismus, sondern schufen gleichzeitig eine ganz eigene, unverwechselbare Kunst für ihre junge Nation.
Gibt es einen ›kanadischen‹ Impressionismus? Auf den Bildern begegnen uns violett schimmernde kanadische Schneelandschaften mit Pferdeschlitten, eine Eisernte in zartem Dunst, hölzerne Totempfähle und Bäume mit Eimern zur Gewinnung von Ahornsaft. Gleichzeitig sind jedoch auch Pariser Straßenszenen zu sehen, bretonische Wäscherinnen, Damen in Japanmode, lesende Kinder oder Reiter am marokkanischen Strand. Welche Kriterien würde mander Definition eines kanadischen Impressionismus zugrunde legen? Ist die Staatsbürgerschaftausschlaggebend, der Geburts- oder der Wohnort der Künstler? Ein Bildmotiv aus Kanada,
ein spezifischer Stil? Die Ausstellung beleuchtet anhand einer großen Vielfalt künstlerischerPositionen, inwiefern diese Fragen zu Lebzeiten der KünstlerInnen relevant waren und wie sie die Kunstgeschichte bis heute prägen. (more…)















