3.8.26: Sinkende Pegel…

Rathkes satirische Randnotizen

Die Pegel sinken

Im Bett vom Rhein die Schiffer winken,

weil Pegelstände weiter sinken.

Der Wasserlauf ist ziemlich trocken.

Selbst Fische sind jetzt von den Socken.

 

Wo früher starke Strömung floss,

bevor sie sich ins Meer ergoss,

und manche hübsche Nixe schwamm,

baden Dampfer heut im Schlamm.

 

Sie brauchen demnächst Winterreifen,

damit wenigstens Räder greifen.

Was ist in diesem Sommer bloß

mit dem Klima bei uns los ?

 

Man denkt, wenn man zum Himmel blickt,

der Petrus sei total verrückt.

Er sollte unser Wetter pflegen,

doch er vergisst zurzeit den Regen.

 

Gebirge sind nicht mehr verschneit,

die Gipfel sind vom Eis befreit, 

und dadurch kann auch nix mehr tauen

und sich in Gletscher-Seen stauen.

 

Das Grundwasser ist fast verschwunden.

Nur Tropfen werden noch gefunden.

Dann sprudeln heute kaum noch Quellen,

sodass auch keine Bäche schwellen.

 

Ich hörte heute Morgen wie

ein Regenwurm um Hilfe schrie.

Auch Frösche hörte ich laut quaken.

Ihr Teich war leer, und sie erschraken.

 

Das Klima ist katastrophal,

was auch für Weinberge fatal.

Aus den Wolken kommt kein Schauer.

Heißluft brütet auf der Lauer.

 

 Reben bräuchten viel mehr Kraft

und die Trauben noch mehr Saft.

Oechsle fangen an zu ächzen,

Schnapsdrosseln sind schon am Krächzen.

 

Ich schickte heut ein Mail deswegen

an Petrus hoch – und bat um Regen.

Den sollt‘ er uns sofort verpassen

und endlich richtig Wasser lassen.

 

Dr. Winfried Rathke, unter anderem Autor vieler toller Bücher. Direkt per Email bei ihm zu bestellen.

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