Woman-Power – Power Women

UFA – die erste weibliche Graffiti-Crew Deutschlands

Es ist jetzt 30 Jahre her, dass sich AZYRA, ZENDA, RONJA und GISMO in einem Haidhausener Café das erste Mal getroffen haben. Die vier jungen Frauen hatten einen gemeinsamen Wunsch – Wände mit Sprühdosen zu verschönern. Krista aka AZYRA und Nicki aka ZENDA hatten damit bereits Erfahrungen gesammelt. Denn die beiden gründeten 1989 die erste weibliche Sprühergruppe Deutschlands und nannten sich UFA (United Female Artists). Im Allgemeinen ist es unter Sprühern üblich, sich in Crews zu formieren. Zu diesem Zeitpunkt wussten sie jedoch noch nicht, dass sie sich damit auf von Männern beherrschtes Terrain begaben. Ein Jahr später erweiterte sich die Crew mit zwei weiteren Writerinnen: Julia aka RONJA und Petra aka GISMO.

Hierarchien in der Graffitiszene

Die wenigen städtisch gestatteten Wände in München, wie z.B. am Heimeranplatz oder im Schlachthofviertel, waren hart umkämpfte Orte, um sein Graffiti hinterlassen zu können. Im Graffitijargon die Hall of Fame. Nicht allzu viel Platz für die damalige Graffitiszene in München und Umgebung. Die Lackschichten an den Wänden waren teilweise dicker, als die Gemäuer selbst. Nicht nur der geringe Platz, sondern auch die Hierarchie innerhalb der Graffitiszene, erschwerte es einem Sprühanfänger, sich auf legalen Wänden (und auf illegalen Wänden) verewigen zu können. Da gab es schon mal schmerzliche Erfahrungen für den Einen oder Anderen, der ein Bild mit schlechterer Qualität oder einem geringeren Ansehen innerhalb der Szene übermalte!

Weiterlesen auf der Homepage Pitchpunks von Petra Schindler alias GISMO, Verfasserin dieses tollen Artikels.

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