Kalenderblatt Ostermontag 5.4.21

osterhasen-0242.gif von 123gif.deKalenderblatt Ostermontag, 5. April 2021

Zitat des Tages: „Ich glaube, dass es in der Geschichte der Menschheit noch keine Generation gegeben hat, die die vorherige nicht durch grundlegende Änderungen bei der Haar- und Barttracht provozierte.“ Roman Herzog (1934)

ostereier-0084.gif von 123gif.de5.4.1722: Die Osterinsel – ein „Osterei“ der besonderen Art
Als der niederländische Seefahrer Jacob Roggeveen als erster Europäer seinen Fuß auf dieses Eiland im Südpazifik setzt, ist Ostersonntag – und damit hat die Insel ihren Namen weg. Die Kultur des „Paaseilands“, zu deren Kennzeichen die meterhohen steinernen Figuren aus schwarzem Tuff gehören, ist zu diesem Zeitpunkt bereits im Untergehen begriffen.
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Nur kurz halten sich der holländische Admiral Jacob Roggeveen und seine Mannen auf der etwa 170 Quadratkilometer großen Insel vulkanischen Ursprungs auf, die 3.700 Kilometer westlich der südamerikanischen Küste im Pazifik liegt und heute zu Chile gehört. Sie treffen auf ein Volk, das riesige Steinfiguren verehrt und eine eigene Schrift hat. Eine Gruppe der Inselbewohner, die „Langohren“, tragen schweren Schmuck, der ihre Ohrläppchen bis auf die Schulter hängen lässt. Bereits 50 Jahre später, als Spanier und Briten auf der Insel eintreffen, liegen viele der Figuren umgestürzt, ist ihr Sinn und Zweck fast vergessen und die Bevölkerung nach Kämpfen zwischen „Langohren“ und „Kurzohren“ verarmt und stark dezimiert.

Die ersten Einwanderer trafen bereits im 4. Jahrhundert ein. Nach Ansicht der Archäologen waren es Polynesier, vermutlich von den Marquesas-Inseln. Andere, wie der Norweger Thor Heyerdahl, glauben an eine Besiedlung von Südamerika aus. Woher sie auch kamen – was sie bewog, sich in Kanus auf eine Tausende Kilometer lange Fahrt übers Meer zu begeben, ist unergründlich. Noch rätselhafter erscheint das Wie und Warum ihrer gewaltigen Anstrengungen, unter denen sie gigantische Büsten aus den Kraterwänden des Rano Raraku schlugen und die tonnenschweren Gebilde quer über die Insel zur Küste transportierten. Dort stehen die meterhohen Statuen mit Blick aufs Meer, manche versehen mit einer Kopfbedeckung aus rotem Tuffstein und Augen aus Knochen oder Obsidian, in Reihen aufgestellt auf „Ahus“, riesigen Steinmonumenten, oder teilweise eingegraben in die Erde, und üben noch heute große Faszination auf Archäologen wie Touristen aus.

„Rapa Nui“, so der polynesische Name der Insel, erhielt nach der Landung Roggeveens noch etliche mehr oder weniger willkommene Besucher – Spanier und Briten, peruanische Piraten, (die die Einwohner als Sklaven verkauften und die Pocken einschleppten, was die Bevölkerung einmal auf 111 Mann schrumpfen ließ) Missionare, Viehzuchtbarone und die Chilenen, die die Insel 1888 annektierten. Die letzte Invasion kam 1993 aus Hollywood – von dort flog ein 100-köpfiges Filmteam mit Produzent Kevin Costner zu den Dreharbeiten für „Rapa Nui“ ein. Während das Interesse am Original unvermindert anhält, entpuppte sich der Film als ziemlicher Flop.

Gedenktage:

1999: Libyen liefert die beiden Attentäter aus, auf deren Konto vermutlich die durch eine Bombenexplosion herbeigeführte Flugzeugkatastrophe im schottischen Dorf Lockerbie geht. Beim Absturz der Boeing 747 im Dezember 1988 waren alle 289 Passagiere und mehrere Einwohner ums Leben gekommen.

1970: Nach gescheiterten Verhandlungen über die Freilassung des am 31. März von Guerillas entführten deutschen Botschafters in Guatemala, Karl Maria Graf von Spreti, wird der Diplomat erschossen aufgefunden.

1874: Die Operette „Die Fledermaus“ aus der Feder von Walzerkönig Johann Strauß feiert in Wien Premiere. Beim damaligen Publikum stößt das beschwingte Werk auf weit weniger Resonanz als ein Jahrhundert später.

1794: Georges Danton, einer der Führer der Volksmassen während der französischen Revolution (1789), der mit den „Septembermorden“ und dem Revolutionstribunal eine neue Schreckensherrschaft einleitete, wird auf Betreiben seines Gegners Robespierre in Paris durch die Guillotine hingerichtet.

1355: Böhmens König Wenzel lässt sich als Karl IV. in Rom zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation krönen. Unter seiner Regierung erlebt die Residenzstadt Prag eine geistige Blüte, u.a. durch die Gründung der ersten deutschen Universität im April 1348.

Geburtstage:

1950: Agnetha Fältskog; schwedische Sängerin und Mitglied der Popgruppe Abba, bis 1978 mit ihrem Bandkollegen Björn Ulvaeus verheiratet. Mit Abba, Schwedens Exportartikel Nr. 1, landete sie unzählige Hits: von „Waterloo“ über „SOS“ bis hin zu „Super Trouper“. Als Solistin war ihr das Glück leider weniger hold.

1934: Roman Herzog; deutscher Politiker (CDU) und Jurist. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts wurde 1994 zum Bundespräsidenten gewählt, kandidierte aber 1999 kein zweites Mal. Dem gebürtigen Landshuter gelang es, in Nachfolge Richard von Weizsäckers das höchste deutsche Repräsentantenamt mit Sachverstand und Integrität auszufüllen.

1916: Gregory Peck, eigentlich Eldred G. P. († 12.6.2003); US-amerikanischer Schauspieler und einer der wenigen Hollywood-Stars ohne Skandale und Allüren. Paraderollen, stets gekoppelt mit dem Anspruch an Aufrichtigkeit und Moral, spielte er in „Wer die Nachtigall stört“ und „Schnee am Kilimandscharo“. Seine weiblichen Fans erfreute er an der Seite von Audrey Hepburn in der Liebesromanze „Ein Herz und eine Krone“.

1908: Herbert von Karajan († 16.7.1989); österreichischer Dirigent mit Visionen, Können und Charisma. Unter der Leitung des genialen Musikers (1954-89) avancierten die Berliner Philharmoniker zum Orchester von Weltruf.

1875: Edgar Wallace († 10.2.1932); britischer Schriftsteller und Meister des Genres Kriminalroman. Zahlreiche seiner spannenden Detektivgeschichten wurden verfilmt und gingen wie „Der Hexer“ oder „Die Toten Augen von London“ als „Straßenfeger“ in die deutsche TV-Geschichte ein.

Copyright Rosmarie Elsner

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