Missbrauch: Schneewittchen

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Katharina M. | Barbara Schmid

Schneewittchen

und der böse König

Wie mich mein Reitlehrer manipulierte und zur Prostitution zwang und wie ich mich daraus befreite

272 Seiten, 16,99 €, Softcover, . ISBN: 978-3-7474-0190-3. Leseprobe auf der Homepage


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Wenn Katharina schreibt: „Für einen »normalen« Menschen ist das alles bestimmt unbegreiflich…“ kann ich ihr nur aus tiefster Seele beipflichten… Immer wieder kommt mir beim Lesen der teilweise gruselig sadomasochistischen Passagen in den Sinn: wie krank muss ein Mensch eigentlich sein, um – egal in welchem Alter – in ’so etwas‘ hineinzugeraten bzw. nicht wieder heraus zu geraten indem man einen so krassen Typen wie den mehr als doppelt so alten „Heinz“ verlässt? Was passiert da? Wenn mich – wann und wo auch immer – ein Mensch so behandelt hätte: ich hätte ihn verbal oder physisch in die Eier getreten und wäre sehr schnell aus seinem Dunstkreis verschwunden! Wie muss man gestrickt oder wie psychisch krank muss man sein, um sich SO behandeln zu lassen und all die Jahre an dem Verursacher und Peiniger Heinz hängen zu bleiben?

Und was geht da ab: einerseits Katharinas Rede von der Enttäuschung, dass die Familie nie auf (von Heinz nie versandte) Briefe reagiert hat, andrerseits Katharinas totale Abweisung jeglicher Versuche der ganzen Familie zu ihr durchzudringen? Das klingt nicht nach einer schrecklichen, desinteressierten Familie! Ich check es einfach nicht, obwohl ich mich recht gut in Lebenslagen und Gefühle anderer versetze kann – sorry! Vielleicht bin ich wirklich zu normal… 

Ich bin weder für noch gegen Prostitution und frage mich: würde ein Verbot der Prostitution Menschen wie Katharina wirklich helfen? Würde jemand, der so anfällig ist für sadistische Übergriffe nicht ohnehin zum Spielball von Psychopathen und anderer  dunkler Mächte werden und sich ausnutzen lassen? Genau so wie man Menschen ausnutzt, die im Untergrund zur Prostitution gezwungen werden?  Rena Sutor/PTM Leseprobe auf der Homepage

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