13.3.-5.4.20 15. RischArt_Projekt

13. März bis 5. April 2020 Gasteig München

Zur Pressevorstellung des 15. RischArt-Projekts luden Max Wagner, Gerhard Müller-Rischart und Sohn Magnus Müller-Rischart & Katharina Keller mit ihrer rechten Hand Kirsten WengmannAlle Künstler waren zugegen und führten mit erhellenden Worten in ihre Ausstellungsstücke ein, die sich übrigens wie für den Gasteig geschaffen ins Bild passten. Die Presseverantwortung trug in bewährter Manier Bettina Pauly und ihr Team

Max Wagner, der Direktor des Gasteig begrüßte die Pressevertreter und Übertrug auf spielerisch-sympathische „Art“ seine Begeisterung für die RischArt-Projekte. Er könne sich keinen besseren Rahmen für diese Ausstellung vorstellen als sein Haus, das den öffentlichen Raum in Münchens präsentiert, wo sich alle Gesellschaftsschichten begegnen: Eine Plattform, auf der vieles möglich sei – eben auch diese schöne Ausstellung. Und alles andere werde sowieso gut… Wagner glaubt ans Schicksal und da er als letzte öffentliche Aufführung im Gasteig Beethovens 5. Symphonie, die Schicksalssymphonie beherbergt hat, schon gleich gar: Nomen est omen – und basta!

Katharina Keller, die (Dauer-)Kuratorin des RischArt-Projekts fand ganz richtig, dass der Name eines Projekts noch nie so gut den Nagel der Zeit auf den Kopf getroffen habe: JAJA, NEINNEIN, VIELLEICHT… Bis „gestern“ quasi sei noch nicht klar gewesen, ob „Corona-bedingt“ die Ausstellung überhaupt stattfinden bzw. Zuschauer haben werde. (Die Pressekonferenz war sehr gut besucht!). Der Titel passe auch sehr gut in unsere Zeit. Niemand weiß genau, wohin der Weg geht… Es sei eine Freude gewesen, mit den engagierten Künstlern die Werke in’s Gasteig-Ambiente zu integrieren. Und ganz ehrlich: es sieht so aus, als wären sie immer schon da gewesen! (… das findet übrigens auch Max Wagner, der sicherlich das eine oder andere Exponat gerne behalten möchte).

Gerhard Müller-Rischart zieht mit seinem Team seit 1983 alle paar Jahre, dieses Projekt durch. Später verstärkt durch Sohn Magnus Müller-Rischart. Der sei auf den Geschmack gekommen, wie er sagt, als er im Kindesalter von der U-Bahn aus einige Projekte bzw. Objekte betrachten konnte und sich dafür begeistert hat. Die Objekte der Projekte sind immer so platziert, dass ein sehr breites Publikum damit in Berührung kommt. Wie auch jetzt wieder im Gasteig.

Seit 1983 wagen die RischArt_Projekte immer wieder neue Wege, um Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen. Kurz vor der Sanierung des Gasteig wird nun eine inhaltlich spannende Symbiose mit Europas größtem Kulturzentrum eingegangen. Im 3. Jahrzehnt des noch jungen 21. Jahrhunderts werden die teils ambivalenten Auswirkungen der immer schneller voranschreitenden Globalisierung auch auf lokaler Ebene zunehmend sichtbar. Der Mythos des Turmbaus zu Babel scheint Wirklichkeit geworden zu sein. Neben wichtigen Themen wie Klimawandel und Massenmigration stellt sich die Frage, wie man auch sprachlich die Welt neu ordnen bzw. überhaupt verstehen kann.

10 eingeladene Künstler/innen nähern sich dem vielschichtigen Thema Sprache und Kommunikation mit ihren speziell für den Gasteig konzipierten Arbeiten. Bilder dazu auf der RischArt-Homepage


Die RischArt-Philosophie: „Kunst zu den Menschen bringen“

Das Backen und die Kunst sind zwei Pole, denen sich der Inhaber des traditionsreichen Münchner Backhauses mit Liebe und Leidenschaft zuwendet. Für süße, saftige Kuchen und krosse Brezn war das längst ein Begriff, als es 1983 sein 100-jähriges Bestehen feierte. Seitdem bereichern in regelmäßigen Abständen RischArt Kunstprojekte die Münchner Öffentlichkeit.

RischArt steht für verantwortungsvolles soziales und kulturelles Handeln eines mittelständischen Unternehmers und für hohe Qualität. Da wird kein Unterschied zwischen dem Brotberuf und der Kunst gemacht.

Bereits beim zweiten RischArt-Preis 1985 in der Münchner U-Bahn-Station Marienplatz war der Schritt in den öffentlichen Raum vollzogen. „Persönlich war ich fasziniert von der Idee, Kunst gerade an einem Ort zu zeigen, wo sonst nur für Konsum- und Genussartikel geworben wird“, sagte Gerhard Müller-Rischart. Als Inhaber eines Wirtschaftsunternehmens denkt er auch jenseits ökonomischer Raster. „Ich sehe in der Kunst einen Freiraum, der mir neue Perspektiven, Einsichten und Wertmaßstäbe eröffnet“, bekannte er im selben Kontext. Es sind Fragen unserer unmittelbaren Gegenwart, gestellt und transformiert von Zeitgenossen und als solche eben von Belang für unser gegenwärtiges Denken, die die RischArt-Initiativen auszeichnen und das seit über 30 Jahren. (Auszug aus dem Text von Dr. Elisabeth Hartung, Jubiläumspublikation 125 Jahre Rischart)

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