Urlaub mit dem Bus? Echt jetzt? (III)

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Urlaub mit dem Bus? Echt jetzt? (III)


 

Franz Gerstmayr rückt, die ‚kulinarischen Momente‘ etwas zurecht

Fahrplan meines ersten Geldhauser-Luxus-Bus-Erlebnisses: 15.-17.11.19 München-Gardasee-Trention-München. Eine Kurz-Tour, die man gut nachmachen kann. 

Freitag, 17.11.19, 7.30h ab ZOB an der Hackerbrücke in München über den Brenner nach ISERA, wo uns in der Casa del Vino Federico Milan von (APT Rovereto und Vallagarina) mit 
Willkommens-Aperitiv begrüßte
. Das Mittagessen der Casa del Vino ist immer sehr bodenständig, da sich hier eine Kooperative zusammengeschlossen, die großen Wert auf Nachhaltigkeit legt. Freilich kam in der Casa del Vino der Vino nicht zu kurz. Auch ein großer Vorteil einer Busreise: man darf das eine oder andere Gläschen trinken, da man nicht fahren muss.

Anschließend ging es nach Rovereto zum Stadtrundgang mit der launigen Führerin Laura Tessaro
. Der strömende Regen konnte die Schönheit Roveretos nicht hinwegwaschen. Am MART dem einzigartigen Museum der Modernen Kunst wurde ein kurzer Stop eingelegt, dann stand die Friedensglocke auf dem Colle de Miravalle auf dem Programm, die täglich um 21h 100 Schläge loslässt, um zum Frieden zu gemahnen.

Im Belvedere kocht die 80jährige Mama mit – und sowas von gut!

Auf der Fahrt zum Hotel Forte Charme nach Nago-Torbole stürzte einiges an Wasser die Felswände herab, was abenteuerlich aussah. Mein schönes Zimmer im 4. Stock verwöhnte mit einem großartigen Gardasee-Blick, vom geräumigen Balkon aus. Die Hotel-Verpflegung kann sich vollumfänglich sehen lassen!

Am ersten Abend erwartete uns im sehr empfehlenswerten Familienbetrieb Ristorante Belvedere in Arco, wo noch die Mama den Kochlöffel schwingt, ein typisches, mehrgängiges Abendessen u.a. mit Carne Salada. Im Belvedere gibt es auch einige Fremdenzimmer.

Nachdem der komplette Freitag verregnet war, begrüßte uns ein herrlicher Herbst-Samstag und ein leckeres Frühstücksbuffet im Hotel, danach stand die historische Altstadt von Riva del Garda auf dem Programm mit anschließender Bootsfahrt nach Malcesine. Das gelbe Privatboot Speedy brachte uns in einer knapp halbstündigen Fahrt dorthin. In Malcesine ist Wochenmarkt, um die Zeit bieten nur wenige Stände ihre Waren an. Einige Teilnehmer kauften gefühlt den Jahresbedarf an feinem Parmesankäse vom Laib und noch einiges mehr ein, bevor es weiterging Richtung Torbole. Die Orte und den Gardasee sind allesamt extrem malerisch und um diese Zeit ziemlich verwaist.  

Im Ristorante La Scarpetta in Arco werden ausgesprochen leckere Spinatknödel sowie Pasta-Variationen und Salat serviert, nicht zu vergessen das obligatorische Gläschen Roter oder Weißer. So konnte man der kurzen Wanderung auf die Burg Arco entspannt entgegensehen. Die Gruppe der  E-Bike-Fahrer, die den Sarca-Radweg vor sich hatten, über Arco Richtung Dro bzw. Pietramurata hielten sich vermutlich etwas zurück…

Malerische Burg Arco mit großartigem Weitblick

Treffpunkt mit dem Wanderguide war auf der Parkplatz Parcheggio Foro Boario, dann ging’s über ein Rundstein-Pflaster gemütlich durch Olivenhaine aufwärts. Dabei erfuhren wir, dass im Trentino die Olivenbäume heuer von einer verheerenden Krankheit befallen sind, die die Produktion katastrophal reduzierte. An Erdbeerbäumen vorbei, deren herabgefallene Früchte den Boden etwas glitschig machten, erreichten wir schon nach circa 20 Minuten den Eingang zu Burg/Castello Arco und den erzherzoglichen Arciducale Park. Dabei wurde der Fernblick auf den See und in das Sarcatal immer spektakulärer.

Dieser ausgesprochen interessante Tag wurde durch einen Besuch des soeben eröffneten, sehr malerisch um die gigantische Kirche gelegenen Mercantino di Natale von Arco gekrönt, der an allen Wochenenden bis 6. Januar 2020 stattfindet. Mir ist der 15. November einfach zu früh für den Weihnachtsmarkt, ebenso wie ich die Lebkuchenflut ab Oktober pervers finde. Bildschön ist Arco-Weihnachtsmarkt aber auf alle Fälle, ebenso wie viele andere in kleinen Bergdörfern.

An diesem Abend fand in unserem Hotel die Präsentation des
 Touristischen Angebots des Trentino und die Vorstellung des Sommerkataloges 2020 von Geldhauser statt. Die breite Angebotspalette ist auf den jeweiligen Websites zu entdecken.

Chef Alessandro mit dem Brot des Hauses

Sonntag 17.11.2019 wurde die Rückfahrt angetreten, durchs Sarcatal nach Trento/Trient der Hauptstadt des Trentino mit geführtem Stadtrundgang durch Carmen Picciani.

Im Castel Buonconsiglio (das, wie sehr viele anderen Attraktionen und öffentliche Verkehrsmittel in der Trentino Guest Card enthalten ist), konnten wir — neben den alten Räumen — eine beachtliche Kachelofensammlung bewundern, die uns allerdings nicht wärmte. Auch dem Dom, der eine ziemliche Baustelle ist, entflohen wir rasch wieder, um den niedrigeren Trieben zu folgen: In ein sehr gutes Restaurant: Alessandros Scrigno del Duomo auf dem Domplatz.

Das einzigartige MUSE Museum für Wissenschaft bildete den Abschluss dieses Kurztrips. Ein durch und durch helles, sympathisches Museum, an dem Eltern und Kinder ihre Freude haben! Dann ging’s, ab 15.30h gemütlich zurück über den komplett verschneiten Brenner und pünktlich um 20h passierte der Bus im ZOB ein. Nach dieser ersten Erfahrung sage ich nicht mehr: Busurlaub? Echt jetzt? sondern mal vorsichtig: Echt gut! (R.Sutor/PTM)

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Fortsetzung IV: die Bildstrecke
Fortsetzung I:   Urlaub im Bus? Echt jetzt? 
Fortsetzung II:   ein Gedicht!
Fortsetzung III: die Geldhauser-Tour

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