26.6.-21.7.19 „Reicht leicht“


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Tollwood, Reicht leicht26.6.-21.7.19 Tollwood Sommerfestival

Motto: „Reicht leicht!“  

„Reicht leicht!“, wer hätte diesen Ausruf nicht – zumindest in Bayern – nicht schon mal gehört, z.B. wenn’s darum ging, Gäste zu bewirten und der Tisch sich bereits bog…

Ein tolles Motto, um zum Nachdenken anzuregen und einen Beitrag hin zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Lebensstil zu leisten. Denn dann kann es für alle reichen. Leicht sogar! der ganze Text


 

Am Donnerstag 13.6.19, fand die Tollwood Programm-Pressekonferenz in derHalf Moon Bar auf dem Tollwood-Festivalgelände, im Olympiapark Süd statt.

Auf der Pressekonferenz:

  • Raphael Fellmer – der junge Entrepreneur spricht über Konsumkritik und wie es geht, einfach zu leben. Fellmer lebte in seinen Mittzwanzigern fünf Jahre geldfrei, ist Mitbegründer von Foodsharing und Gründer von Sirplus, einem Berliner Social Impact StartUp, welches sich einsetzt gegen Lebensmittelverschwendung.
  • Peter Palmer, Martin Hutter und Keno Langbein von Moop Mama – die Brassband feiert am 19. Juli auf Tollwood ihr 10jähriges Jubiläum.
  • Malik Harris – der Newcomer aus Landsberg ist am 7. Juli special guest bei Tom Odell – zuvor stand er schon im Vorprogramm bei Simple Minds und James Blunt auf der Bühne.
  • Fiva – die vielseitige Künstlerin spielt im Doppelkonzert mit Granada am 6. Juli auf Tollwood.
  • Georg Lennarz – der Schauspieler des Theaters Titanick stellt die Produktion „Alice on the Run“ vor, mit der Tollwood das diesjährige Sommerfestival eröffnet.

„Reicht leicht…“
Bis es wirklich leicht reicht, bleibt einiges zu tun. Der „Weltüberlastungstag“ – der „Earth Overshoot Day“ – lag in diesem Jahr in Deutschland am 2. Mai, ab dann waren die Lebens-Ressourcen für das gesamte Jahr bereits verbraucht. Das bedeutet: Wir leben über unsere Verhältnisse.

Dabei würde es „leicht reichen“, wenn wir weniger und reflektierter konsumieren und das, was wir verbrauchen, sinnvoller, ökologischer und fairer einsetzen. Die individuellen Handlungsmöglichkeiten im Alltag sind vielfältig: Selbermachen, reparieren, tauschen oder teilen statt wegwerfen und neukaufen. Vom Repair-Café bis zur Tauschbörse gibt es Gegenstrategien zum unbedachten Konsum hin zu mehr Nachhaltigkeit. Für diese einfachen wie herausfordernden Alternativen engagiert sich das Tollwood Festival.

Das Motto „Reicht leicht!“ findet sich ganz unterschiedlich inszeniert: Beispielsweise im Eingangskunstwerk „The Loop“, einem aus 200 Einkaufswagen gestalteten Looping. Inspiriert vom Buddhismus bildet das „Lebensrad“ vor dem Haupteingang den Kreislauf und die Eskalation sinnlosen Konsums ab; der „Konsumtempel“ im Herzen des Festivals ist geschmückt mit kurzlebigen Konsumgütern und reflektiert deren ökologische und soziale Schattenseiten, z.B. rund um den Herstellungsprozess.

Ein begehbares „Tiny House“ stellt den Festivalgästen eine Alternative zu herkömmlichen Wohnmodellen in Zeiten der Wohnungskrise vor. Und in „Tausch-Schränken“ an verschiedenen Standorten auf dem Gelände können die Besucher Spielsachen, Bücher und Kleidung abgeben – und andere Gegenstände mitnehmen.

Open-Air-Theater an allen vier Tollwood-Wochenenden – Eintritt frei
Gemäß der Devise „Kultur für alle“ findet das Theater- und Performance-Programm bei freiem Eintritt statt. Tollwood zeigt an vier Festivalwochenenden Aktionstheater und großformatige Inszenierungen unter freiem Himmel. Den Beginn macht das bekannte Theater Titanick mit seiner jüngsten Produktion „Alice on the Run“ (Do 27.6. – Sa. 29.6. / Beginn 21.50 Uhr / Dauer ca. 70 Min. / Eintritt frei.) Das Ensemble zählt zu den bedeutendsten Open-Air-Theater-Kompanien Europas. Es folgen drei weitere Gastspiele der renommierten französischen Künstler von Compagnie des Quidams (Do 4.7. – Sa 6.7. / Beginn 22 Uhr / Dauer ca. 45 Min. / Eintritt frei); Cie L’Homme debout (Do 11.7. – Sa 13.7. / Beginn 22 Uhr / Dauer ca. 60 Min. / Eintritt frei) und den Tänzern von Cie Dyptik: D-Construction (Do 18.7. – Sa 20.7. / Dauer ca. 35 Min. / Eintritt frei)

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