Augsburg: 22.9.-4.11.18 WANDELN

Augsburg 22.09. bis 4.11.2018 Videoinstallation WANDELN von Karen Irmer in der Moritzkirche

Öffnungszeiten der Moritzkirche: täglich 8.30 bis 20.00 Uhr

Spektakulärer Kirchenraum – großer Wurf von Londons  Architekturbüro John Pawson 
Das Innere des zentral gelegenen Kirchenbaus der Augsburger St.Moritzkirche ist schon für sich alleine ein Solitär moderner Innenausstattung. 2010-2013 wurde der sakrale Raum durch den weltweit renommierten Londoner Architektur-Designer John Pawson komplett umgebaut; mit seiner Auffassung von Raum und Licht hat er der Kirche eine Klarheit und Konzentration eingeräumt, wie sie bereits in der romanischen Raumschale angelegt waren. Seither gilt die Kirche auch international Kunst- und Designinteressierten als Pilgerziel.

Moderne Kunst und Spiritualität
Kunst in der Kirche Raum zu geben und mit Spiritualität in Zwiesprache zu bringen – dieser Aufgabe hat sich die Moritzkirche verschrieben. Umso mehr, als nun das 1000-jährige Gemeindejubiläum ansteht. Karen Irmers künstlerische Intervention besteht unter anderem aus einer Videoinstallation, die erst mit der Dämmerung sichtbar wird. Ihre Kunst ermöglicht durch die Interaktion mit dem sakralen Raum eine intensive Erfahrung: meditativ, spirituell, transzendent. 

Mit der Dämmerung tauchen kleine weiße Vögel in der Apsis der Kirche auf, ziehen ihre Kreise in der Rundung des Ostchores als Endlos-Loop. Die Künstlerin wirft ihre Lichtprojektion auf die Stelle der Moritzkirche, die durch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg den Blick nach außen freigab. Mit ihrer Arbeit bricht sie dort den Raum ins Illusionistische auf, ähnlich den gemalten Sternenhimmeln, die in Sakralbauten die Unendlichkeit des Universums ins Innere überführen. So dringt ein Teil der Außenwelt in den Innenraum – sichtbar, aber nicht greifbar.

Dazu kommen noch imposante Wolkenformation im Seitenschiff und in der Kapelle eine Videoinstallation mit einer leicht bewegten Wasserfläche. Die Videoinstallation verstärkt die meditative Wirkung der Kapelle und ist als Endlos-Loop ganztags zu sehen.

Die Multimediakünstlerin Karen Irmer (*1974)
hat an der Kunstakademie München u.a. bei Sean Scully (Malerei)  und Dieter Rehm (Fotografie) studiert. In internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen bricht sie die Grenzen zwischen Film und Fotografie auf. Sie untersucht Orte, diewie der Horizont nicht begehbar sind und berührt damit unsere Sehnsucht nach dem Unbekannten. Zugleich löst Irmer mit ihren Arbeiten die Grenzen zwischen realer und imaginierter Welt auf und lädt Betrachter in ein unsicheres Terrain ein, auf dem seine Wahrnehmung infrage gestellt wird.

Auf der Suche nach puren, reduzierten Bildern reist die Künstlerin nach Japan und Korea, ins arktische Island und auf entlegene Inseln. Sie erwandert unbewohnte und karge Gegenden, um dort Inspiration für ihre künstlerische Arbeit zu finden. Ihre jüngste Reise führte Karen Irmer in die Tundra Lapplands und an die Barentsee.

Irmers Ausstellungsliste ist ebenso international. Neben Einzelpräsentationen in München – beispielsweise bei „Kino der Kunst“ oder dem Underdox Filmfestival im Filmmuseum, im Rahmen des Photo Weekend Düsseldorf und in Berlin, war sie auf der „Scope Basel“, der „Freshpaint Contemporary“ Tel Aviv, in Amsterdam sowie in den USA mit ihren Arbeiten vertreten. Im November 2017 wurde sie eingeladen, ein Projekt für die „FRAGMENTA Malta“ zu realisieren.

Infos:
– die Videoinstallationen betreffend Karen Irmer
– die St.Moritzkirche mit Festjahr, Kunstprogramm und Neugestaltung der Kirche betreffend Michael Grau (Kurator und Kunstreferent der Moritzkirche)

Pressekontakt: Marion Vorbeck Kommunikation

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