Santiago de Cuba: Festivals

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Festivals in Santiago de Cuba   

Alex Michel Reyes Martínez


Die Liebhaber von Dokumentarfilmen und Minnegesang kamen in Santiago de Cuba wieder einmal voll auf ihre Kosten. Jedes Jahr im Monat März (schon mal für 2019 vormerken!) finden zwei internationale Festivals in diesen Kunstdisziplinen statt. In der Trova war der von Pépé Sanchez zu genießen, während Dokumentarfilm-Liebhabern der Streifen von Santiago Alvarez in momoriam geboten wurde.

Copyright: Alex Michel Reyes MartínezDer Vorhang zum Minnegesang ging am 15. März auf. Dieses Festival ist seit 50 Jahren sehr beliebt, seit der Gründung der Casa de la Trova in der Calle Heredia in Santiago de Cuba, der wichtigen Kulturarterie, übrigens als erste ihrer Art im Lande. Hier sind zweifelsohne die besten Vertreter dieser Art Musik, wie Sindo Carray, Miguel Matamoros, Manuel Corona und Tata Villegas u.a. aufgetreten. Ebenfalls ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit dem ersten Konzert der Neuen Trova, der neuen Bewegung als Geschenk an die Musikwelt mit Größen wie Pablo Milanés, Silvio Rodriguez, Sara Gonzales und anderer.

Außergewöhnliche Ensembles und Interpreten Kubas sind aufgetreten. Allen voran Pancho Amat als anerkannt bester Gitarrist und Mitglied des Buena Vista Social Club, sowie Nachwuchsklassiker Pepe Ordaz, William Vivanco (stolzer Repräsentant dieser Musik in der internationalen Szene) aus Santiago, nebst Tony Avila, Anne Garces und der Journalist Lino Betancourt (Autor verschiedener Veröffentlichungen) über diese Musikart.

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Es wurden unterschiedliche Inszenierungen ausgewählt um das Festival darzustellen. Die wichtigste war die berühmte Casa de la Trova Santiaguera,  gefolgt von La Sala Dolores, des Conservatorio Esteban Salas, la Calle Heredia, el barrio del Tivoli, der Wiege des Minnegesanges und ausgezeichneter Darsteller der traditionellen, kubanischen Musik  des Parque de Céspedes, wo am 19 April die Abschlusspräsentation erfolgte.

Ein vergleichbares Festival ist das Festival der Dokumentarfilme zum Gedenken an Santiago Alvarez, das am 16. März begann und seinen Hauptsitz im Kino céntrico Kubas einrichtete.

Das Festival unter der Leitung von Lazara Herrera zeigte u.a. wenig verbreitete bzw. nie gezeigte Filme  mit wertvollen Inhalten und gewährte somit Einblick in die Filmwelt Afrikas. 

Die Besucher aus dem In- und Ausland konnte zwischen sehr guter Musik und hochkarätigem Dokumentarkino wählen.

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