Kuba: Ricardo Reymena

Preisgekrönter Designer Ricardo Reymena

von Marco Antonio Martínez Cabrerizo

Die Asociación de Artistas Plasticos überereichte kürzlich den Preis UNEAC Muñoz Basch 2018 dem ausgezeichneten Designer Ricardo Reymena, geboren 1946 in Havanna in der Hauptstadtgalerie der Vereinigung der Schriftsteller und Künstler Kubas. Maler, graphischer Designer und Inszenator, seit den 60-er Jahren mit dem Nationalballet verbunden, wurde er von den Meistern Rafael Morante, Umberto Peña, Rolando de Oráa und César Mazola während unterschiedlicher Zeitepochen ausgebildet. Er hat Gedicht- und Erzählbände illustriert sowie Plattenhüllen und Versandkartons und Werbe- und Vertriebsmaterial für kulturelle Themen und Branchen entworfen wie zum Beispiel das Ballet, die plastischen Künste, das Theater und die Filmindustrie. In den 60-iger Jahren beteiligte er sich an der Gruppe der Zeichner des Magazins Cuba en el Ballet und später als Mitwirkender im Verteilungsdepartement des nationalen Kulturrates. 1963 besuchte er in Havanna Zeichnerklassen für das Theater beim tschechischen Professor Vychodil und später beim kubanischen Zeichnungsprofessor Rubén Vigón.

buero-0284.gif von 123gif.deSeit der Schaffung 1970 der Revue Cuba en el Ballet und während 15 Jahren versah er deren Bebilderung. Er beteiligte sich mit seiner Kunst an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen wie die Bienalen der Plakate von Varsovie, Brno und Mexico. Verschiedenste seiner Plakate wurden in Kuba ausgezeichnet, wie El Circo (1970) und Cuba a Venecia (1985). 1982 erschienen die Illustrationen des Buches Cantares de la América latina y el Cariba, die im Salón Nacional de la Propaganda Grafica ausgezeichnet wurden. Auch erhielten 1982 die Exponate an der Büchermesse in Leipzig eine Sondererwähnung sowie diejenigen an der Bienale der Illustrationen in Bratislava 1983

Während der 7. Decade schuf er seine ersten Entwürfe für die Szene im Ballet von Camagüey und begann darauf die Bilder der Inszenierungen und Kostüme für el Ballet Nacional de Cuba. 1987 entstanden seine Bilder des ballet Diario perdido für die Opera de Roma mit der Choreographie von Alberto Alonso und 1992 diejenigen des ballets Dionaea von Gustavo Herrera, für die Compañia nacional de Danza im Teatro de Bellas Artes von Mexico. Die ersten Versionen beider Kunstwerke wurden im Ballet Nacional de Cuba eingeweiht.

Zu der grafischen Propaganda des Ballet Nacional von Cuba schuf er zahlreiche nennenswerte Titel dessen Repertoirs: Manita en el suelo, Erán-Erán, Doña Rosita, Flora, Evasión, Estudios para cuatro, Hécuba, Involución, Tributo a José White, La Máscara, Homenaje, En mi Habana, Irazú Inti-Raymi, Un viaja a la luna, La flauta mágica, Tierra y luna, Tiempo de danzón, Piezas del Tiempo, Teseo y el Minotauro, das Schauspiel La magia de la Danza, El amor brujo, Muerte de Narciso, Igneos unter vielen andern. 1994 schloss das kubanische Fernsehen sein Werk in die TV-Serie Mirarte ein. Im gleichen Jahr stelle er einen Kurs (einschließlich Workshop) der Zeichnergeschichte in der szenischen Tanzkunst für die Schüler der plastischen Künste der Escuela de Bellas Artes von Cali, Kolumbien zur Verfügung. 2005 folgte die zeichnerische Gestaltung der Inszenierung der Nussknackertänze durch Incolballet von Cali. Im April 2007 wurde er eingeladen am 1. Internationalen Festival des Ballets von Cali teilzunehmen wofür er Zeichnungen der Inszenierung und der Kostüme für Incolballet schuf. Gleichzeitig schloss er einen Vortrag über die Geschichte der Inszenierung und die Kostüme der szenischen Tänze an der Universidad del Valle ein. Im Dezember gleichen Jahres, ebenfalls mit Incolballet kreierte er die Inszenierung und die Kostüme für die Wiedereinsetzung des Barrio Ballets (Choreographie von Gustavo Herrera)

Im Januar 2008 (mit dem kanadischen Designer Yannik Larivee) entwarf er die Inszenierung und die Kostüme zur Einweihung im Teatro Mella in Kuba des Musikspektakels VIDA mit dem Ballet Lizt Alfonso, dessen Uraufführung im Royal Alexandra Theater im August 2007 in Toronto stattfand.

Im Jahr 2008 schuf er die Pläne der Kostüme für El pájaro de fuego (Choreographie von Enrique Pérez Velasco) im Kammerballet von Madrid)

Im Ballet Nacional de Cuba folgte 1995 die Erschaffung des Dekors zur La sílfide (choreografische Version von Clotilde Peón) und 1998 die Pläne der Inszenierung und den Kostümen für die Uraufführung in Kuba der Los millones de Arlequín (choreographische Version von Pedro Consuegra) 1999 entstand eine neue Produktion der Inszenierung und der Kostüme für Coppélia gefolgt von der Inszenierung 2000 für Schwanensee (beide Versionen der Choreographie von Alicia Alonso)
2003 entstanden die Inszenierung von Shakespears máscaras und Romeo und Julietta (Choreographia von Alicia Alonso) Uraufführung im Kirchenschiff der Ciudad de las Artes Escénicas de Sagunto, als Teil des Programmes der Bienale von Valencia2001 erhielt er den 1. Preis (Sparte Tanz) des Wettbewerbs Rubén Vigón, überreich von der Asociación de Artes Escénicas de la Unión Nacional de Escritores y Artistas de Cuba, für die Inszenierung von Schwanensee.

Mehrere seiner Schöpfungen sind ins Ehrenregister des Gran Teatro von La Havanna eingetragen: Electra Garrigó Inszenierung und Kostüme (Choreographie von Gustavo Herrera) 1986. Inti-Raymi, Inszenierung und Kostüme (Choreographie von Gustavo Herrera 1990. En las sombras de un vals und Coppélia, Inszenierung und Kostüme (Choreographien von Alicia Alonso 1999. Gala imagen de una plenitud auf Grund des 70. Jahrestages des Debüts zum Tanz von Alicia Alonso; graphischer und fimischer Entwurf im Jahre 2001.

Cuadros en una exposición Kostüme und Kunstschaffung; Nacktes Licht der Liebe, Inszenierung und Kostüme (beide Choreographien von Alicia Alonso) 2006.

Im Jahre 2002 Inszenierungspläne und Kostüme für Schwanensee (Choreographische Version und Kostüme zum Schwanensee (choreografische Version von Marta García und Orlando Salgado) im Ballet des Teatro Colón von Buenos Aires. Und 2006 die Inszenierung und die Kostüme für Alas des Ballet Lizt Alfonso, uraufgeführt in der Sala Garcia Lorca del Gran Teatro de la Habana.

Zu seiner Wiedereinstellung im Ballet Nacional de Cuba im 2008, Gestaltung der Inszenierung von La bella durmiente del bosque (Choreographische Version von Alicia Alonso).

2001 beteiligte er sich als Zeichenprofessor an den Kursen „Einschätzung des Ballets und Einschätzung des Tanzes“ im Fernsehprogramm der Universität für alle. Er reiste und besuchte verschiedene Länder Americas und Europas. Er ist Mitglied der Vereinigungen von Plastischen und szenischen Künsten der nationalen Union der Schriftsteller und Künstler Kubas. Am 12 April 2017 wurde in der Galerie des szenischen Designs „Raúl Oliva“ des Kulturzentrum Bertolt Brecht die Ausstellung Reymena Imaginarios para la Danza eingeweiht. Die Mustermesse, bis Juli geöffnet, stellt eine Auswahl von Zeichnungsoriginale und Plakaten, die 30 Jahre Wirken des Künstlers umfasst dar.

Er wurde unter anderem mit folgenden Auszeichnungen geehrt: Gitana Tropical, durch die Provinz-Kulturdirektion (2006) Medaille für 40 Jahre ununterbrochenem Schaffen im Nacional Ballet von Kuba (2010, Auszeichnung „Raúl Gómez Garcia“, durch Sindicato Nacional de Trabajadores de la Cultura (2008)

Diploma de Oro del Gran Teatro de La Hasbana (2010)
Premio UNEAC de Diseño Gráfico „Eduardo Muñoz Bachs“ 2017, durch Cultura Nacional (1993)
Medalla „Alejo Carpentier“ durch Consejo de Estado (2003).

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