DGCH: Terroranschläge

Versorgung von ungewöhnlichen Verletzungsmustern

Wie sich deutsche Chirurgen auf Terroranschläge vorbereiten 

Berlin – Einen großen Anschlag mit Sprengstoff und Schusswaffen hat es bislang in Deutschland glücklicherweise noch nicht gegeben – das Attentat am Breitscheidplatz war aus notfallmedizinischer Sicht mehr oder minder ein sehr großer Verkehrsunfall mit für Chirurgen vertrauten Verletzungsmustern. Trotzdem halten es Chirurgen für ihre Pflicht, sich auf den Fall der Fälle bestmöglich vorzubereiten. Wie vorhandene Kenntnisse vertieft, Einsatzpläne auf den Notfall ausgerichtet und welche Behandlungsmaterialien vorgehalten werden sollten, diskutierten Experten im Rahmen des Chirurgenkongresses DGCH in München.

Weitere Themen dort waren: Inwieweit Mindestmengen und Spezialisierung die Behandlungsqualität der Patienten nachhaltig verbessern helfen. Außerdem wird ein Gedenkband mit Porträts von 308 jüdischen Chirurgen vorgestellt, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Viele flohen in die USA oder nach Palästina, andere wurden ermordet. Der Deutschen Gesellschaft ist es wichtig, auch dieses Kapitel ihrer Geschichte aufzuarbeiten und damit Denkanstöße für die Gegenwart zu geben.

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