20.-22.5.16 EBIKE DAYS

20.-22. Mai 2016 Erste E BIKE DAYS im Olympiapark München

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vlnr. Thomas Ammer (TOC Agentur für Kommunikation GmbH & Co.KG), Joachim Herrmann (Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau & Verkehr und Schirmherr der Veranstaltung), Claus Fleischer (Leiter des Produktbereiches Bosch eBike Systems), Christian Breu (Geschäftsführer Planungsverband Äußerer Wirtschaftsverband München), Alexander Thusbass (Head of Haibike Design Center München), Christian Deissenberger (Veranstalter und Geschäftsführer Communicon)


Am 11. Mail 2016 diskutierte eine kleine Expertenrunde (Foto) – im Rahmen einer Pressekonferenz – Fragen rund um das E-Bike und die ersten E BIKE DAYS, die vom 20.-22. Mai 2016 im Olympiapark München stattfinden. 

Minister Joachim Herrmann, selbst Motorradfahrer, fährt meistens mit dem normalen Fahrrad aber nicht bei jedem Wetter. Allerdings hat er es schon zur Teilnahme an der BR-Radltour geschafft, die er 2015 kurz mitgeradelt ist – und zwar bei 37° im Schatten. E-Bike ist beim BR nicht angesagt: das ist uncool. Aber der Minister sieht das anders. Radfahren jeder Art ist auch für den Tourismus in Bayern wichtig und der Ausbau des E-Radsektors in jeder Hinsicht eines der Bayern-Ziele. Schon jetzt ist ein deutliches Wachstum vorhanden. Herrmanns Erwartung an die Münchner EDAYS? Er ist begeistert und freut sich auf ein klares Zeichen aus München. Vonseiten des Ministeriums ist geplant, den E-Sektor zu stärken und zwar in ganzer Breite, wobei der Fokus derzeit auf dem E-Bike liegt, was am einfachsten durchzusetzen ist. Das Aufladen ist hier vergleichsweise einfach. Die Fahrradtechnologie ist bereits vorhanden. Nach dem Dauerthema Fahrradständer werden die Ladesäulen ins Auge gefasst. Der Ausbau der Radwege soll forciert werden. Hier wurden bereits in neue Akzente gesetzt und es wurde viel investiert. Angedacht und in der Erprobungsphase sind Radschnellwege, startend in den Ballungsräumen München, Fürth und Erlangen. Der traditionelle Radweg ist für alle da, auch für E-Bikes. Aber bei einer Invasion dieser Gefährte muss die Sache differenzierter betrachtet werden.

Das E-Bike erhöht Bereitschaften im 2-Rad-Bereich, denn damit sind auch größere Distanzen möglich. Nehmen wir nur  z.B. die Strecke München-Garching (TU-Standort), den macht man nicht mal eben mit dem normalen Rad aber mit dem E-Bike schon. Berufliche und Freizeitmobilität kann mit dem E-Bike gut verknüpft werden – auch am Wochenende. Vonseiten des Innenministeriums soll noch in diesem Jahr ein großer Radverkehrsplan für Bayern vorgelegt werden. Vernetzung ist sehr wichtig. Rad und U-Bahn, wo kann was abgestellt, in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden etc. Bayern soll Radlland Nummer 1 werden. Die Niederlande oder Dänemark z.B. sind nicht von ungefähr große Fahrradländer: dort ist es flach. Mit der E-Bike-Technologie erschließen sich neue Dimensionen. Von der emotionalen Wahrnehmung her ist das Fahrrad ein Individualverkehrsmittel und von keinem, außer dem eigenen Fahrplan abhängig. Darin liegt seine große Stärke und so sollte es propagiert werden: Begeisterung ist ein guter Motor.

Claus Fleischer (Leiter des Produktbereiches Bosch eBike Systems): Das Olympiagelände ist ideal für diese tolle Veranstaltung mit 3 verschiedenen Teststrecken: Urban, Speed und Uphillflow. Der Radler erlebt beim ebiken tiefenpsychologisch einen Flow. Sein Inneres ist in der Balance:  als fließt. Die Chancen durch das Elektrofahrrad sind enorm. Jedes 8. verkaufte Fahrrad ist heute ein E-Bike. Bald kann jedes 3. eines sein. So werden die Berge flach(er) – für alle. E-Bike-Fahrer fahren 2-3 x häufiger und länger als herkömmliche. Die Infrastruktur muss entwickelt werden. Bisher hat sich das E-Bike auch ohne Subventionen stark entwickelt. Jetzt muss die Infrastruktur nachziehen: Sichere Fahrradwege, Fahrradschnellwege, sicheres Parken bzw. Abstellen – letzteres ist noch nicht gegeben: Z.B. an der S-Bahn. In Bayern ist der freie Zugang zur Natur jetzt schon sehr gut – man ist nicht ausgesperrt, weder in der Stadt noch in der Natur. Perfektes Miteinander ist gefragt. Wohin geht der Trend? Es gibt mehrere Dimensionen: Die Zielgruppen sind in den letzten Jahren deutlich jünger geworden. Die Bikes sind cooler, stylischer, ansprechender: man steigt gerne auf.

Christian Breu (Geschäftsführer Planungsverband Äußerer Wirtschaftsverband München). Die E-Bike-Days München könnten den Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Region und den Fahrradsektor im Allgemeinen stärken. Die Region München wächst und wächst. E-Bikes bieten hier eine Möglichkeit, einen Teil des Verkehrs von der Straße wegzubringen. Ein Push wäre hilfreich. Geplant sind Radschnellverbindungen bzw. Radautobahnen mit komfortablen Breiten in beiden Richtungen, konzipiert für hohe Geschwindigkeiten mit noch nicht klar definierten Regeln. Wenige Ampeln, wenig Ablenkungen durch zu viele Ausfahrten – zügiges Radfahren ist gefragt und das Angebundensein an S-Bahnen und andere Punkte. Status quo: Radschnellwege in Muc sollen ein ganzes System werden, radial auf München zugehend. Garching-Unterschleißheim-Stadtgrenze München derzeit in Arbeit als Machbarkeitsstudie. Sondergelder sind nötig – Seitenblick auf den Innenminister.

Alexander Thusbass (Head of Haibike Design Center MUC): 5 Marken gehören zur Gruppe Haibike Design Center München. Was erwarten wir von der Zukunft? Vor ein paar Jahren wäre die heutige Form des E-Bikes undenkbar gewesen. Erstmals in der Geschichte der menschlichen Mobilität wird der Mensch wieder eine Art Hybrideinheit mit seinem Fortbewegungsmittel. Das räumt viel Raum für viel Neues ein. Die Industrie wünscht sich, zu den schon angedachten Themen, dass der Bund nachzieht – die Kommunen sind nämlich schon wesentlich weiter. Ein gewisses Maß an Kontinuität in der Gesetzgebung wäre gut, z.B. bei der Einstufung des E-Bikes als Fahrrad. Hier besteht noch viel Unsicherheit, besonders bei den schnellen Typen – bis 45km/h, das in die Mopedklasse eingegliedert ist, mit vielen damit verbundenen Hasenfüßen. Da ist viel Luft nach oben.

Christian Deissenberger (Veranstalter und Geschäftsführer Communicon). Warum Olympiapark und warum München? Idealer Standort nebst Umgebung, der alle Bedürfnisse der E-BIKE-DAYS abdeckt: Große Parkplatzflächen, Radwege etc. Was erwartet den Besucher? die ganze Welt des E-Bike. Bis zu 500 Testräder und Helme stehen zur Verfügung. Das fertige Rad und sehr viel Information drumherum. Keine Eintrittsgebühr, keine Testgebühr, gute Öffnungszeiten, Fachvorträge aller Art: über Antriebssysteme, über Sicherheit, darüber, was man noch selbst machen kann Fahrsicherheit mit Partner, Wie weit geht die Zuordnung der E-Bikes, Anspruch an die Ketten und so weiter. RS/PTM

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