Buch: Tafelspitz & Fledermaus

mandelbaum-tafelspitzJuni 2015 Mandelbaum Verlag
Ingrid Haslinger 

Tafelspitz & Fledermaus

Die Wiener Rindfleischküche

172 Seiten. 24,90 €. Format 15,3 x 24. Leinen. ISBN: 978385476-465-6


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Ein Gedicht…
Tafelspitz und Fledermaus
Haiders Fritz und Eders Klaus
Irmgard, Astrid und  Susanne
Alle Schlemmen – volle Kanne
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Denn der Küche Seelenstück
aller Wiener, ist zum Glück
Der Bereich vom guten Rind
Aus dem Tafelspitze sind
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Schon Franz Joseph war besessen
Von solch kaiserlichem Essen
Ihm stand’s quasi zu, kein Witz
Thront‘ er doch an Tafels Spitz
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Stifters A. und Schuberts Franz
Gingen auch nicht auf Distanz
Stifter fand den Spitz zum Malen
Schubert ließ den Taktstock fallen
Köche von 123gif.de
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Bürgertisch und Adelstafel…
Bei gar fröhlichem Geschwafel
Schmausten alle sehr solide
Trotz der Standesunterschiede
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Haslinger hat’s aufgeschrieben
Nichts ist unerwähnt geblieben
Fleischanteil und deren Schnitt
Ein Rezeptschatz, der ein Hit
Die erquickliche Geschichte
Restaurants für die Gerichte…
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Buch gewordene Fleischeslust
Wer genießt, isst auch bewusst


»Die Seele der Wiener Küche ist das gekochte Rindfleisch«, schrieb Feuilletonist Joseph Wechsberg. Kaiser Franz Joseph machte das gekochte Rindfleisch populär, weil er es fast täglich zu sich nahm. Eine kulinarische Leidenschaft, die er übrigens mit Franz Schubert und Adalbert Stifter teilte.

Doch nicht nur, wie Historikerin Ingrid Haslinger fachkundig berichtet. Schon seit dem 15. Jahrhundert war der Rindfleischverbrauch in Wien außerordentlich groß, gekochtes Rindfleisch fehlte weder auf Adelstafeln, noch am Bürgertisch. Es entwickelte sich zu einer Wiener Lebensphilosophie, die bis zum Zweiten Weltkrieg alle Krisen überstand. Warum sich diese ausgeprägte Rindfleisch- und Suppenkultur gerade in Wien entwickelte, vermittelt die Autorin in ihrem Buch ebenso, wie Wissenswertes zu Küchengeräten, Fleischteilen und deren Schnitt. Und sie begibt sich auf eine launige Reise zu berühmten Gaststätten (»Baanfleischhütt’n) und Restaurants in der Historie Wiens.

Neben zahlreichen Rezepten, gegliedert nach Suppen und Einlagen, Rindfleisch sowie warmen und kalten Saucen, ist dem »Literarischen Rindfleisch« ein eigenes Kapitel gewidmet.

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