30.1.15 Brechtfestival Augsburg

30.1.-10.2.15 Brechtfestival Augsburg. Mit neuen Festivalinszenierungen und großem popkulturellem Programm

buch-0142.gif von 123gif.deAm 30. Januar startet das Brechtfestival, das in diesem Jahr dem Thema „Exil“ gewidmet ist. Am Eröffnungswochenende stehen zwei hochkarätig besetzte Neuinszenierungen sowie die Lange Brechtnacht auf dem Programm. Das insgesamt rund 50 Veranstaltungen umfassende Brechtfestival läuft bis zum 10. Februar, Brechts 117. Geburtstag. Das vollständige Programm, Biografien der teilnehmenden Künstler und Informationen zum Kartenvorverkauf hier

Zur Eröffnung des Festivals am 30. Januar wird Brechts „Leben des Galilei“ in einer konzertanten Aufführung mit Thomas Thieme im Theater Augsburg gezeigt (Regie: Julia von Sell). Thieme verkörpert darin die unterschiedlichen Protagonisten und Positionen des Schauspiels. In Dialog und Wechselspiel mit einem Kinderchor entfaltet sich das antipodische Verhältnis zwischen offenem und geschlossenem Weltbild, zwischen Freiheit und Ideologie. Eisler-Lieder ertönen ebenso wie neu entwickelte klangliche Umsetzungen des Brecht-Textes durch den Kontrabassisten Arthur Thieme. Im Mittelpunkt steht Galilei, ein mit Thomas Thieme überzeugend dargestellter Wissenschaftler, der das neue Sehen und Denken proklamiert: vernunftbegabt-kritisch und lustvoll-sinnlich zugleich.

Auf die Festivaleröffnung folgt am 31. Januar die Lange Brechtnacht mit einem großen popkulturellen Programm im Augsburger Theaterviertel. Dabei ist der deutsche Indie-Pop-Musiker und Autor PeterLicht. Im Zentrum seiner künstlerischen Arbeiten stehen der Kapitalismus und seine Folgen für den einzelnen Menschen. Außerdem treten das Berliner Quintett MIA. und die Punk-Band Feine Sahne Fischfilet auf. Mit ihren Songs ganz unterschiedlicher Stilrichtungen engagieren sich beide Bands gegen Rechtsradikalismus und Rassismus. Beat, Jazz & Spoken Word heißt die von Lydia Daher und Girisha Fernando kuratierte musikalische Lesung in der Brechtbühne: Vier Spoken-Word-Poeten begegnen vier Musikern der Avantgarde-Jazz-Szene Berlins – eine Hommage an die aufsehenerregenden Lesungen der Beat Generation, die, begleitet von Jazzmusikern des Bebop, im New York und San Francisco Ende der 40er Jahre erste Formen einer literarischen Subkultur bildeten.

Am Sonntag, 1. Februar, lädt das Brechtfestival zum großen Exilabend (Regie: Joachim A. Lang): Fünf Schauspieler – Traute Hoess, Max Hopp, Burghart Klaußner, Katharina Schüttler und Angela Winkler – stellen Brechts Leben und Schreiben als Heimatverlorenen, Vertriebenen vor: Burghart Klaußner verkörpert Bertolt Brecht, Max Hopp dessen Freunde und Antipoden (Walter Benjamin, Thomas Mann u.v.m.). Drei Schauspielerinnen geben Brechts Weggefährtinnen und Geliebte: Angela Winkler die dänische Künstlerin Ruth Berlau, Katharina Schüttler die Schriftstellerin Margarete Steffin und Traute Hoess die Schauspielerin Helene Weigel. Brechts Vertreibung aus Hitlerdeutschland, seine Fluchtpunkte, seine politischen Haltungen sowie seine Liebes- und Arbeitsbeziehungen werden ebenso zur Sprache kommen wie herausragende literarische Arbeiten der Exilzeit. Musikalisch begleitet wird der Abend von Pianist Matthias Stötzel.

Das Brechtfestival Augsburg (30.1. – 10.2.2014) wird veranstaltet von der Stadt Augsburg, Kulturamt/ Büro Brechtfestival, in Kooperation mit dem Theater Augsburg. Partner des Brechtfestivals ist die Stadtsparkasse Augsburg. Mit freundlicher Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, den Stadtwerken Augsburg sowie weiterer Förderer und Sponsoren. Medienpartner: Augsburger Allgemeine und Bayern 2.

Pressekontakt Susanne Meierhenrich

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