Helmut Kohl, Mauerfall

HelmutKohlMauerfall

01.10.14 Droemer

Helmut Kohl

Vom Mauerfall zur Wiedervereinigung

416 S., 19,99 €, Hardcover, ISBN: 978-3-426-27655-6, auch als: Taschenbuch und E-Book

Pünktlich zum 25. Jahrestag des Mauerfalls erscheinen Helmut Kohls persönliche Erinnerungen an die Jahre 1989/90: vom Mauerfall in Berlin im November 1989 bis zur Wiedervereinigung Deutschlands im Herbst 1990 als Neuausgabe im Hardcover mit 4-farbigem Bildteil. Die Erinnerungen des Kanzlers der Einheit und Ehrenbürgers Europas sind lebendige Zeitgeschichte aus erster Hand. Es ist die Sicht der Dinge des Mannes, ohne den es die deutsche Einheit nicht gegeben hätte und der die Einigung Europas bis hin zur Einführung des Euros maßgeblich gestaltet hat. Helmut Kohls Erinnerungen sind ein spannendes Geschichtsbuch und ein historisches Dokument – ein Muss für jeden, der die Ereignisse noch einmal nachvollziehen und mitreden will in diesen Tagen, an denen wir der Monate gedenken, die Deutschland, Europa und die Welt grundlegend verändert haben.

Meine Erinnerungen
Die Erinnerungen Helmut Kohls an den deutschen Einigungsprozess sind eine spannende Zeitreise zurück in die Jahre 1989/90. Es wird deutlich, warum der Mauerfall in Berlin am 9. November 1989 nicht schon die Einheit Deutschlands bedeutete und dass das schmale Zeitfenster der Wiedervereinigung jederzeit hätte zufallen können.

Die Schilderungen Helmut Kohls stehen dafür, dass es den unbedingten politischen Willen zur Einheit sowie die klare und zugleich vorsichtige politische Führung brauchte, damit die Deutschen am 3. Oktober 1990 die Wiedervereinigung feiern konnten.

Helmut Kohl zeigt die vielen Einzelaspekte jener Tage auf: Sie reichen von westeuropäischer Zögerlichkeit, innerparteilichen Intrigen und innerdeutscher Gegenwehr über die schwierigen Verhandlungen mit der DDR und der Sowjetunion, den unverzichtbaren engen Schulterschluss mit dem US-Präsidenten, den Wechselkurs zwischen D-Mark und DDR-Mark bis hin zu den existentiellen Fragen der vollen Souveränität und der Nato-Mitgliedschaft Gesamtdeutschlands. Es wird deutlich: Jeder Tag war ein politischer Balanceakt.

Dazu gehört auch die zentrale Bedeutung seines 10-Punkte-Plans vom November 1989, in dem Helmut Kohl die Einheit Deutschlands als Ziel klar benannte: damit gab der deutsche Bundeskanzler die Richtung vor und verhinderte, dass sich die Diskussion auf zweistaatliche Lösungen konzentrierte, wie es die Modrow’sche Vertragsgemeinschaft vorsah und es auch manchem in Deutschland und in Europa recht gewesen wäre.

Der Kanzler der Einheit, für den die deutsche Einheit und die europäische Einigung immer zwei Seiten derselben Medaille waren, erklärt, warum Vertrauen gerade in diesen Tagen so wichtig war.

Zum Schluss formuliert der Ehrenbürger Europas den Auftrag an alle Deutschen, der sich aus der Einheit unseres Landes einmal mehr ergibt: Die Vollendung auch der europäischen Einigung als der zweiten Seite derselben Medaille.

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