Hitler: Das Lachen und der Tod

blessing_webeling-lachenAugust 2013 Blessing
Pieter Webeling

DAS LACHEN

UND DER TOD

Roman. Aus dem Niederländischen von Christiane Burkhardt. Lesen Sie rein
320 S., gebunden., 19,99 € [D] / 20,60 € [A] / 28,50 sFr* (*empfohlener VK) ISBN 978-3-8966-464-7.
„Webelings Roman dringt in Bereiche vor, die selbst historische Zeitzeugen oft aussparen.“ (de Volkskant)

„Zum Totlachen“ fällt mir ein und eine heftige Gänsehaut befällt mich beim Lesen dieses Buches. Es geht nicht nur wegen des erschütternden Inhalts unerträglich tief unter die Haut, sondern auch durch die sachliche Beschreibung der unbeschreiblichen Gräuel. RS/PTM 

Pieter Webeling führte als Journalist Interviews mit Auschwitz-Überlebenden. Die kaum zu verarbeitenden Eindrücke haben den Anstoß für diesen Roman gegeben. Ernst Hoffmann aus Amsterdam ist von Beruf Komiker, er lebt für den Applaus und von dem Gelächter seiner Zuhörer. Da seine verstorbene Mutter Jüdin war und er mit politischen Witzen auffällig geworden ist, wird er 1944 in ein KZ in Polen deportiert. Doch selbst im Lager bleibt er Komiker und erzählt den Mitgefangenen Witze, um sie vor der endgültigen Verzweiflung zu bewahren und von dem Grauen abzulenken. Als der deutsche Lagerkommandant davon erfährt, schlägt er Hoffmann einen diabolischen Tausch, einen Pakt vor, der den Häftling an seine Grenzen führt: Falls Hoffmann abends vor den SS-Leuten auftritt, bleibt die Frau, in die er sich auf dem Transport verliebt hat, am Leben …

Pieter Webeling, 1965 geboren, veröffentlichte 2008 seinen ersten Roman (Veertig dagen, Cossee). Als Journalist führte er für angesehene holländische Zeitungen viel beachtete Interviews, unter anderem mit Holocaust-Überlebenden und mit Komikern. Nachdem er sich auch mit einem zeitgenössischen Komiker, dem in den Niederlanden berühmten Youp van’t Hek, unterhalten, weitere Zeitzeugen interviewt und mehrfach die Gedenkstätte des Stammlagers Auschwitz besucht hatte, schrieb Pieter Webeling Das Lachen und der Tod (De lach en de dood, Cossee 2010), ein Roman über die ambivalente Rolle des Humors in einem totalitären System.  

Pressekontakt: Elisabeth Christine Bayer, Verlagsgruppe Random House GmbH

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