Hausschatz deutscher Weihnacht

HausschatzOktober 2013 AUDIOBUCH

Hausschatz deutscher Weihnacht

Lyrik. 4 CDs, 290 Min., 24,95 €. ISBN 987-3-89964-477-7 (8. Teil der beliebten Hausschatz-Lyrik)

Sprecher: Christian BerkelWalter KreyeAndrea Kathrin LoewigOtto SanderCarlo von TiedemannDoris WoltersAnna Thalbach,Eva MattesHeikko DeutschmannStefan KaminskiUlrich MatthesChristian RodeJohannes Steck

Diesen Schatz muss man einfach im Haus haben: drum heißt er nämlich Hausschatz! Grade in der Vorweihnachtszeit, wo Hinz, Kunz und sonst wer krampfhaft nach letzten Spuren einstiger Besinnlichkeit graben, z.B. um ihren Kindern ein gutes Beispiel zu geben, ist diese Sammlung ein Glücksfall. Sie können den virtuellen Spaten gleich im Schuppen lassen: auf AUDIOBUCHS „Hausschatz deutscher Weihnacht“ ist eine wunderbare Auswahl an Wertstücken versammelt… RS/PTM 

Dieses Hörbuch ist zweierlei: ein wunderbares Weihnachtsgeschenk zum einen und für Sammler die Ergänzung der beliebten „Hausschatz“-Reihe. Der achte Titel aus dieser Reihe ist ein liebevoll zusammengestelltes Kompendium klassischer Weihnachtsgedichte und -geschichten. Eine Reihe ausgezeichneter Sprecher liest mal Besinnliches, mal Heiter-Ironisches von großen Autoren wie Joseph von Eichendorff, Rainer Maria Rilke, Anna Ritter, Theodor Storm, Arthur Schnitzler u. v. a.

Alte Erinnerungen gaukeln
aus fernen Zeiten an uns vorüber
und jede klagt: Hinüber, hinüber!
Und ein altes Lied fällt uns wieder ein: O selig, o selig, ein Kind noch zu sein! (Arno Holz, Weihnachten)

Mit der Adventszeit kehren die besinnlichen Tage wieder, in denen man sich gerne an seine Kindheit zurück erinnert. Wie aufregend war doch der erste Schnee! Wie groß die Vorfreude auf selbstgebackene Plätzchen, Spekulatius und Christstollen! Kaum auszuhalten war die Neugier, was wohl in den Päckchen, Briefen und den Geschenken unter dem Baum stecken würde. Und so in Erinnerungen schwelgend, wird uns bewußt, wie sehr wir noch immer Kind sind und daß jedes Jahr an Weihnachten mit dem Duft der Plätzchen oder dem fallenden Schnee ein kleines bißchen dieses kindlichen Entzückens in uns aufsteigt.

So ähnlich mag es den Hörern dieses Hausschatzes gehen. Vom Einrücken des Winters mit all seinen Freuden über den Advent und die Weihnachtszeit begleitet er bis zum Fest der Heiligen Drei Könige. Er umfaßt Lyrik und Prosa, Briefe und Märchen, darunter Klassiker, so wie weniger bekannte Texte, Ernsthaftes, Besinnliches aber auch Humorvolles.

Lassen Sie sich von Bogumil Goltz auf eine Weihnachtsreise ins altpreußische Land mitnehmen, eine Reise in eine scheinbar unbeschwerte Kindheit, in der die Vorfreude auf Weihnachten für schlaflose Nächte sorgte und in der Schokolade, Rosinen und Mandeln noch besser schmeckten! Blicken Sie mit Joseph Roth durch das Panoptikum, lassen Sie sich von den Bildern exotischer Landschaften berieseln, und erleben Sie Ihr ganz eigenes Weihnachten in Cochinchina.

Wieso denken wir in den besinnlichen Zeiten so gern an unsere Kindertage zurück? Goethe schreibt in seinem Brief an Johann Christian Kästner vom 25. Dezember 1772: „Wir hatten einen schönen Abend zusammen, wie Leute, denen das Glück ein großes Geschenk gemacht hat, und ich schlief ein, den Heiligen im Himmel dankend, daß sie uns Kinderfreude zum Christ bescheren wollen.“ Kindheit heißt Sorglosigkeit, und obwohl kaum ein Kind wirklich sorgenfrei ist, so erscheint uns doch die Kindheit weitaus leichter als das Erwachsensein. Und, da der Blick in die Vergangenheit uns fast unmerklich Negatives vergessen läßt, so blicken wir auf die Kindertage in unserer Erinnerung – von denen wir schwören könnten „genau so war’s!“ – als die fröhlichsten unseres Lebens.

Doch Kurt Tucholsky erinnert daran, wie unterschiedlich die Wünsche und Vorstellungen der Menschen zu Weihnachten sind: „Einer will Diktatur. Einer will Diktatur mit’m kleinen Schuß; einer will Demokratie mit Schlafsofa; eine will einen Hausfreund; eine will eine häusliche Freundin […]“ und erfindet aus diesem Grund zwei sich gegenseitig aufhebende Weihnachtsmänner. Das Neujahr bei Pastors hingegen geht gehörig schief, nicht nur weil Muttern der Punsch nicht recht gelingen will, sondern auch weil es Mitternacht schlägt, bevor das Gebet überhaupt gesprochen ist!

So geht das Fest mal mehr, mal weniger geruhsam bei jedem ein bißchen anders zu. Die meisten Menschen feiern jedoch mit ihren Familien und da in den Traditionen die Vergangenheit weiterlebt, so fühlt man sich im engen Kreise mit dem Altbekannten gerne in frühere Zeiten zurückversetzt. Vielleicht geht es dem einen oder anderen Hörer so, wenn er Grimms Hänsel und Gretel oder Die Sterntaler, Theodor Storms Knecht Ruprecht oder Wilhelm Heys Alle Jahre wieder hört. Doch vielleicht regt dieser Hausschatz mit seinen individuellen Interpretationen ganz unterschiedlicher Sprecher auch die Phantasie zu neuen Bildern an, so wie jede Tradition sich mit der Zeit ein wenig verändert.

Titel und Autoren: Die Weihnachtsgeschichte; Arnim, Weihnacht; Auburtin, Grüne Weihnachten in Oberhof; Bang, Einsam am Heiligen Abend; Benjamin, Wintermorgen; Brant, Schenken und bereuen; Brentano, Wiegenlied; Busch, Der Stern; Die Meise; Dehmel, Sankt Niklas‘ Auszug; Weihnachtsgang; Droste-Hülshoff, Am Feste der Hl. Drei Könige; Eichendorff, Weihnachten; Fontane, Der erste Schnee; Des armen Mannes Weinachtsbaum; Die Brück am Tay; Noch einmal ein Weihnachtsfest; Noch ist Herbst nicht ganz entflohn; Gerhardt, Wie soll ich dich empfangen; Goethe, Brief an J. Chr. Kestner, 25. Dezember 1772; Goltz, Eine Weihnachtsreise ins altpreußische Land; Grillparzer, Weihnachten (Bei einer Zurücksetzung im Dienste.); Grimm, Hänsel und Gretel; Sterntaler; Harsdörffer, Lob des Winters; Hebbel, Die Weihe der Nacht; Heine, Altes Kaminstück; Die Heil’gen drei Könige aus Morgenland; Hessel, Lektüre unterm Weihnachtsbaum; Hey, Alle Jahre wieder; Hoffmann von Fallersleben, Der Traum; Nussknacker; Holz, Weihnachten; Hölderlin, Winter; Klabund, Winterschlaf; Kleist, Neujahrswunsch eines Feuerwerkers an seinen Hauptmann; Kögel, Der Bratapfel; Kraus, Weihnacht; Loewenberg, An der Straßenecke; Luxemburg, Brief an Sophie Liebknecht, Dezember 1917; Meyer, Die Schlittschuhe; Weihnachten in Ajaccio; Morgenstern, Das Weihnachtsbäumlein; Die drei Spatzen; Der Schnupfen; Winternacht; Mörike, Die heilige Nacht; Raabe, Weihnachtsabend in der Sperlingsgasse; Ringelnatz, Die Weihnachtsfeier des Seemanns Kuttel Daddeldu; Einsiedlers Heiliger Abend; Kindergebetchen; Schenken; Stille Winterstraße; Rilke, An der Ecke; Der Abend kommt von weit gegangen; Die heiligen drei Könige; Die hohen Tannen atmen heiser; Es gibt so wunderweiße Nächte; Es treibt der Wind im Winterwalde; Ich ließ meinen Engel lange nicht los; Wie der Verrat nach Russland kam; Weihnachten ist der stillste Tag im Jahr; Ritter, Vom Christkind; Rosegger, Der erste Christbaum bei den Waldbauern; Roth, Weihnachten bei den Alten; Weihnachten in Cochinchina; Saar, Christnacht; Schickele, Des Doktors Advent!; Schnitzler, Weihnachtseinkäufe; Seidel, Das Weihnachtsfest; Stinde, Der Weihnachtsmarkt; Storm, Brief an Gottfried Keller, 22. Dezember 1882; Knecht Ruprecht; Weihnachtsabend; Weihnachtslied; Thoma, Anbetung der Hirten; Christkindl-Ahnung im Advent; Der Christabend; Die Heilige Nacht; Neujahr bei Pastors; Trakl, Ein Winterabend; Tucholsky, Groß-Stadt-Weihnachten; Himmlische Nothilfe; Neues Leben; Was unternehme ich Silvester?; Weihnachten; Volkmann-Leander, Von der Königin, die keine Pfeffernüsse backen, und dem König, der nicht das Brummeisen spielen konnte; Weissel, Macht hoch die Tür

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