bis 10.11.13 Wertvolle Erde

05_wertvolle_erdebis 10.11.13 Sonderausstellung Wertvolle Erde – Der Schatz im Untergrund Museum Mensch und Natur

Ohne die Nutzung geologischer Rohstoffe wäre unsere moderne hochtechnisierte Welt undenkbar. Die Entdeckung und Nutzbarmachung unterschiedlichster Rohstoffe haben das Leben auf unserem Planeten in der Vergangenheit enorm verändert – und werden dies auch in Zukunft tun. Zu den geologischen Rohstoffen gehören fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas und Erdöl, mineralische Rohstoffe wie Steine, Erden, Sande und Kiese sowie die metallischen Rohstoffe, die Erze. Wir wissen, dass die geologischen Rohstoffe nicht auf ewig reichen und ihr Abbau immer kostspieliger und technisch aufwendiger wird. Deshalb versucht die Industrie, möglichst effizient und rohstoffsparend zu produzieren und das Recycling von Glas und Metallen, aber auch von anderen Wertstoffen, ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil des Rohstoffkreislaufes geworden. (Das Bild zeigt einen Bohrkern, der dem Bohrkopf entnommen werden kann. Die vier Zahnkegel rotieren bei der eigentlichen Bohrung und zerkleinern so das Gestein. In der Mitte hingegen wird eine Kernbohrung ausgespart, die anschließend von den Wissenschaftlern untersucht werden kann. © GeoForschungsZentrum, GFZ)

Die Ausstellung widmet sich den geologischen Rohstoffen, ihrer Entstehung, der Erkundung und Gewinnung sowie der Verwendung und Wiederverwertung jener Reserven, die die Erde uns zu bieten hat. Dabei versucht sie, viele Fragen zu beantworten: Wie und über welchen Zeitraum entstehen geologische Rohstoffe? Wie werden sie gesucht und gefunden? Wie und wo werden sie heute abgebaut? Welche Methoden gibt es, Lagerstätten sinnvoll und effektiv zu nutzen? Wo finden geologische Rohstoffe in Industrie und Haushalt Verwendung und wie können Rohstoffe wiederverwertet werden?

Zahlreiche Exponate und Erklärungen ebenso auch Filme und Animationen beantworten diese und weitere Fragen. So zeigt z.B. ein Film die Aufbereitung vom Erz zum Metall am Beispiel von Eisen und eine Handy-Station legt dar, wie viele Rohstoffe im Elektroschrott stecken. Die Ausstellung erläutert auch, welcher Rohstoffbedarf in Deutschland durch eigene Vorkommen gedeckt werden kann und welche Rohstoffe importiert werden müssen. Anhand einer Animation wird erklärt, wie Erdöl und Erdgas entstehen und Probleme werden angesprochen, die der Abbau unkonventioneller fossiler Brennstoffe mit sich bringt. Ausgestellt sind auch Proben von 16 der insgesamt 17 Seltenen Erden. Diese Metalle spielen eine zunehmende Rolle in der Hightech-Industrie und sind unverzichtbar unter anderem für die Herstellung von Smartphones, Computern, Hybrid-Autos und Windturbinen.

Weitere Attraktionen in der Ausstellung sind zahlreiche Leihgaben der Mineralogischen Staatssammlung München: typische Rohstoffe wir Chromit oder Bauxit, wunderschöne Stufen wie Kobaltblüte, Malachit oder Pyrit, aber auch wertvolle Edelmetalle in ihrer elementaren Form.

Zur Ausstellung bietet das Museum ein umfangreiches Rahmenprogramm mit öffentlichen Führungen und Vorträgen sowie ein pädagogisches Begleitprogramm an.

Rahmenprogramm 
Mi. 17.7  19:00 Uhr
Rohstoffe um jeden Preis?
Eröffnung der Sonderausstellung mit einem Festvortrag von Dr. Rupert Hochleitner (Mineralogische Staatssammlung München)
Do. 19.9.  18:30 Uhr
Die Bedeutung unserer bayerischen Rohstoffe
Vortrag von Dr. Stephanie Gillhuber (Bayerischer Industrieverband Steine und Erden e.V.) und Dr. Klaus Poschlod (Bayerisches Landesamt für Umwelt)
Bayern ist ein rohstoffreiches Land – zumindest was die mineralischen Rohstoffe betrifft. Ohne die Produkte der Steine- und Erdenindustrie gäbe es weder Straßen noch Häuser, noch Porzellan- bzw. Keramikartikel, aber auch keine Katalysatoren oder Mikrochips. Der Vortrag geht auf die bayerischen Rohstoffvorkommen und deren Abbau ein.
Do. 26.9.  18:30 Uhr
Die unbekannten Rohstoffe vor unserer Haustür
Vortrag von Prof. Dr. H. Albert Gilg (Technische Universität München)
Neben bekannten mineralischen Rohstoffen wie Sande und Kiese kommen in Bayern auch wichtige, eher unbekannte Rohstoffe wie Bentonit, Kaolin, Graphit und Kieselerde vor. Der Vortrag stellt diese Rohstoffe, ihre erstaunliche Entstehungsgeschichte, die vielseitige Verwendung und wirtschaftliche Bedeutung vor.
Do. 10.10.  18:30 Uhr
Deutschlands verborgene Rohstoffe
Buchvorstellung von Christoph Seidler (Spiegel Online, Berlin)
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Carl Hanser Verlag München
Deutschland gilt als rohstoffarmes Land. Doch das stimmt nicht: In unserer Erde schlummern Schätze mit Milliardenwert. Christoph Seidler nimmt uns mit auf eine spannende Entdeckungsreise zu Deutschlands verborgenen Rohstoffen.
Do. 07.11.  18:30 Uhr
Geothermie – Wärme aus dem Boden
Vortrag von Dr. Erwin Geiß (Bayerisches Landesamt für Umwelt)
Kann die Nutzung der Erdwärme einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zu einer nachhaltigen Energieversorgung unserer Gesellschaft leisten? Im Vortrag werden die allgemeinen geophysikalischen Grundlagen der Nutzung geothermischer Energie sowie die unterschiedlichen Anwendungskonzepte der Tiefen Geothermie und der Oberflächennahen Geothermie angesprochen.
Öffentliche Abendführungen werden an ausgewählten Donnerstagen um 18 Uhr angeboten. Die Termine finden Sie unter www.musmn.de.
Für Erwachsene und Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe gibt es ein museumspädagogisches Programm: 1-stündige Führungen (35 €, Wochenende 45 €) und 2-stündige Führungen mit Arbeitsblatt und Experimenten (65 €, Wochenende 75 €). Bei den Führungen werden auf Wunsch auch aktuelle Themen (z.B. „Fracking“) berührt.
Die Ausstellung Wertvolle Erde – Der Schatz im Untergrund ist im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms GEOTECHNOLOGIEN entwickelt worden und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell unterstützt.
Besucherinformationen
Dauer der Sonderausstellung 18. Juli bis 10. November 2013
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Abendöffnung Donnerstag bis 20 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag 10 bis 18 Uhr
Eintrittspreise: 4 € (sonntags 2 €) für Erwachsene; 3 € (sonntags 1 €) für Studierende, Rentner, Gruppen etc.  Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Schulklassen in Begleitung von Lehrkräften
 
Pressekontakt: Dr. Gilla Simon, Dr. Michael Apel

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