Kunst: Weltenschöpfer…

hc_weltenschöpfer2013 Hatje Cantz

Weltenschöpfer

Richard Wagner, Max Klinger, Karl May

Hrsg. Hans-Werner Schmidt, Museum der bildenden Künste Leipzig, Texte von Falk Haberkorn, Marcus Andrew Hurttig, Christine Lemke-Matwey, Clemens Meyer, Rüdiger Schaper, Hans-Werner Schmidt, David Timm, rosalie, Gestaltung von Harald Richter

Deutsch. 232 Seiten, 39,80 €, 222 Abb. 24 x 29 cm. gebunden mit Schutzumschlag. ISBN 978-3-7757-3537-7

Was verbindet den Fliegenden Holländer, Winnetou und Max Klingers Sirenen? Komponist, Maler und Schriftsteller, drei Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Gemeinsam ist Ihnen vor allem, dass sie im 19. Jahrhundert in Sachsen geboren (ich hätte es nicht gewusst!) und jeweils zu neuen Ufern aufgebrochen sind. Diese drei unterschiedlichen und doch wieder ähnlichen Charaktere werden hier genial in einem bildschönen und informativen Katalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig (16.5.-15.09.13) auf einen Nenner gebracht… RS/PTM 

 

Der Aufbruch zu neuen Ufern ist Richard Wagner (1813–1883), Max Klinger (1857–1920) und Karl May (1842–1912) gemeinsam. In Sachsen geboren und durch das kulturelle Umfeld der Region geprägt, praktizierten der Komponist, der bildende Künstler und der Schriftsteller in vergleichbarer Weise eine Lebensgestaltung in europäischer Dimension. Alle drei verarbeiteten die eigenen Konflikte mit den gesellschaftlichen Normen in ihren Kunstgestalten und kühnen künstlerischen Visionen. Anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner unternimmt der Band eine gattungsübergreifende Zusammenschau der Vorstellungswelten der drei Sachsen, die für die Kunst- und Kulturentwicklung des 19. und 20. Jahrhunderts so ungemein bedeutend waren. Schwerpunkte der Untersuchung bilden dabei die Idee des Gesamtkunstwerks und die symbolisch aufgeladene, pathetisch besetzte Landschaftsauffassung der Künstler, die sich als Schöpfer neuer Welten von parabelhaftem Charakter verstanden.

Kommentare sind geschlossen.