Oktoberfest-Halbzeitbericht 2013

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29.09.13 Oktoberfest-Halbzeitbericht 2013: Heiter geht’s weiter!

Bis zum Mittwoch sorgte spätsommerliches Wetter für eine entspannte und heitere Wiesn 2013. In bester Volksfestlaune flanierten die Wiesn- Gäste über die Straßen und genossen die angenehme Atmosphäre in den Biergärten. Dann schlug das Wetter um, was der guten Stimmung auf dem 180. Oktoberfest aber keinen Abbruch tat. Waren zunächst die Einheimischen beim Feiern weitgehend unter sich, kamen am mittleren Wiesn-Wochenende verstärkt auswärtige Gäste auf das Oktoberfest, allen voran die Italiener. Auf die Oide Wiesn, die nach 2011 zum zweiten Mal ihre Pforten öffnete, strömte von Beginn an vor allem das Münchner Publikum. Die Wiesn 2013 bietet Volksfestspaß für jedes Alter und jeden Geschmack, von gediegener Unterhaltung bis Party pur. 

Nach Schätzung der Festleitung kamen 3,5 Millionen Gäste auf die Theresienwiese (2011: 3,5 Millionen Besucher). Auf der Oidn Wiesn wurden 260.000 Besucher gezählt (2011: 215.000 Gäste).

Tracht zu tragen ist ein Muss, auch bei den internationalen Gästen, die sich damit zur bayerischen Festgemeinde zugehörig fühlen. Über die Geldwechselstelle können Rückschlüsse auf die Herkunft der Gäste aus Nicht-Euroländern geschlossen werden: Sie kamen aus den USA, Großbritannien, Kanada und der Schweiz sowie aus Russland, Afrika und den Arabischen Ländern.

Spürbar ist ein gezieltes Ausgabeverhalten bei weitgehend stabilen Umsätzen im Vergleich zu 2011. Insgesamt sind Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte mit dem bisherigen Verlauf der Wiesn zufrieden.

Die Oide Wiesn
Die Erfolgsgeschichte der Oidn Wiesn wird nach 2011 in diesem Jahr fortgeschrieben. Sie ist zu einem Stück Volksfestheimat geworden mit ihren nostalgischen Fahrgeschäften, den traditionellen Schmankerln, der Blasmusik und den Tanzböden in den Zelten. Hier wird sich an die Kindheit erinnert, hier wird den Kindern gezeigt, wie es früher war. Ausstellungsstücke der Schaustellerhistorie wie Lokomobile, Schiffschaukel und Wohnwagen ziehen viel Publikum an. Raupenbahn, Calypso und die Fahrt ins Paradies fahren auf Hochtouren. Das Marionettentheater, eine alte Münchner Institution, findet Zuspruch. Fans der klassischen bayerischen Volksmusik finden hier ebenso ihren Platz wie die Anhänger der jungen wilden VolXmusik mit Auftritten von prominenten Vertretern dieses Stils . Die Oide Wiesn ist vor allem unter der Woche ideal für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Menschen mit Rollatoren, die auffallend häufig gesehen wurden.

Essen & Trinken
Der klassische Dreiklang aus Hendl, Brezn und Bier ist beliebt wie eh und je. Im Straßenverkauf sind Bratwurst-, Fisch- und Ochsensemmel der Renner. Spezialitäten aus der guten alten Zeit wie Krautwickerl und Rehragout gehen auf der Oidn Wiesn ebenso wie vegane Kasspatzn oder Apfelkücherl.

In der Ochsenbraterei wurden 60 Ochsen (2011: 58) verspeist. Die Kalbskuchl meldet einen Verzehr von 28 Kälbern (2011: 27 Kälber).

Der Bierkonsum zur Wiesn-Halbzeit belief sich wie 2011 auf rund 3,4 Millionen Maß Bier. Der Umsatz von alkoholfreien Getränken blieb ebenfalls gegenüber 2011 stabil.

Als Nachtisch wird der Früchtespieß mit Schokoguss vernascht. Traditionelle Schleckereien wie Türkischer Honig vom Block, Kokoswürfel und Rumkugeln sind wieder im Vormarsch.

Die Schaustellerei
Bei schönem Wetter ist die Schaustellerstraße rege besucht und fest in Familienhand. Hightech-Fahrgeschäfte und sanfte Attraktionen sind gleichermaßen gut besucht. Die Neuheiten wie „Cobra“, „Odyssee“, „Pirates Adventure“ und „Sky Fall“ kommen beim Publikum weiterhin gut an. Die Klassiker wie Krinoline, Teufelsrad oder Toboggan werden wieder eifrig gefahren. Ein Comeback der Schießbude ist zu vermelden: Die Rose, ob aus Plastik, Papier oder Natur, wird für die Herzdame gerne geschossen.

Souvenir, Souvenir!
Königsblau ist im Souvenirbereich die Farbe der Wiesn 2013. Hüte, T-Shirts und Trachtenwesten in Blautönen sind gefragt. Der edle Trachtenhut mit Feder gehört für die Dame zum Outfit. Der Herr zeigt sich mit Logo-Weste, die schon fast ausverkauft ist. Der Trend geht zu schönen und qualitativ hochwertigen Dingen. Bei den Mitbringseln sind handliche Kleinigkeiten wie Pin und Stamperl hoch im Kurs. Der laufende Schweinchen-Luftballon fasziniert nicht nur Kinder.

Die Wiesn-Hitparade
Die Nummer 1 der Wiesn-Hitparade steht noch nicht fest. Die Festzelt- Besucher freuen sich über die Wiesn-Klassiker, die sie mitsingen und -wippen können wie „Fürstenfeld“, „Tage wie dieser“, „Skandal im Sperrbezirk“, „Angels“ und ein „Prosit der Gemütlichkeit“.

Aus dem Behördenhof

Polizei
Die Polizei spricht von einem „normalen Verlauf“ der Wiesn und lobt die gute Sicherheitspartnerschaft aller zuständigen Behörden und Beschicker. (Eigener Bericht)

BRK
Auch das Bayerische Rote Kreuz berichtet von einem normalen Verlauf der Wiesn. (Eigener Bericht)

Kinderbetreuungsstelle
Bis Samstagabend wurden 63 Kinder (2011: 56) in den Räumen der Kinderfundstelle von 11 bis 17 Uhr (an den Wochenenden ab 10 Uhr) gewickelt oder gestillt. Durch die Wickelstationen am Familienplatzl wurde das Serviceangebot vergrößert. 2 verloren gegangene Kinder (2011: 5) wurden von den Mitarbeiterinnen der Kinderfundstelle des BRK und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendamtes betreut. Das Jugendamt betreute ab 16 Uhr (an den Wochenenden ab 12 Uhr) darüber hinaus 10 Jugendliche (2011: 29).

Fundsachen
Das Wiesn-Fundbüro zählte bis Samstagabend 2.300 Fundsachen (2011: 2.200), darunter 600 Kleidungsstücke, 500 Ausweise, 290 Geldbeutel, 220 Schlüssel, 205 Taschen/Rucksäcke/Beutel, 180 Smartphones und Handys, 145 Brillen (darunter viele Sonnenbrillen), 55 Schmucksachen, 30 Schirme, 30 Kameras, 20 Hirschfänger sowie ein Kindle-Reader, ein Laptop, ein Hörgerät und ein Teilgebiss. Vermisst werden noch 50.000 Euro in bar, eine Trommel und eine Gitarre.

Krug-Klau
Rund 61.000 Bierkrüge (2011: 96.000) sammelte das aufmerksame Ordnerpersonal bisher ein.

KVR
Das KVR meldet eine ruhige erste Wiesn-Hälfte ohne besondere Vorkommnisse.

Referat für Gesundheit und Umwelt
Die Gesundheitsbehörde vermeldet keine Auffälligkeiten.

TÜV
Eine gute Bilanz ohne größere Beanstandungen weist der TÜV auf.

Feuerwehr

Die Feuerwehr vermeldet keine nennenswerte Einsätze.

SWM Versorgungs GmbH

Bis zum 27. September 2013 konnte die Hauptstromversorgung von den SWM störungsfrei abgewickelt werden. Dieses Jahr konnte das Oktoberfest bereits zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt werden. Die Anzahl der Kunden, die zusätzlich M-Ökostrom aktiv beziehen, hat sich auf dem hohen Niveau von ca. 6 Prozent gehalten. Zu den größten Abnehmern bei den Bierzelten zählen wie im Vorjahr die Ochsenbraterei, das Löwenbräu-Festzelt, das Hacker-Festzelt, die Bräurosl, das Hippodrom und das Winzerer Fähndl. Von der Vielzahl der Schausteller sind hier stellvertretend nur einige zu nennen: Riesenrad, Top Spin, Alpinabahn, Fünfer Looping, Sky Fall, Autoscooter, Referat für Arbeit und Wirtschaft und viele andere.

Die Stromversorgung muss mit den Werten der letzten großen Wiesn von 2011 verglichen werden. Bis einschließlich 27. September 2013 (7 Tage ) wurden auf der diesjährigen Wiesn 1.215.810 kWh verbraucht. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 1,8 % im vergleichbaren Zeitraum von 2011. Der durchschnittliche Tagesverbrauch lag bei 177.973 kWh. Der höchste viertelstündliche Leistungsbedarf mit 13.758 kW wurde am 27.9.2013 um 19.30 Uhr gemessen. Es wurden 828 (2011: 791) Zähler für Geschäfte u. Wohnwägen in Betrieb genommen. Heuer werden 54 Gasanlagen aus dem Versorgungsnetz der Theresienwiese mit Erdgas versorgt. Dabei handelt es sich um alle großen Küchen und Grillanlagen und um 12 Gartenheizungen. Der aktuelle Verbrauch an Erdgas nach sieben Tagen beträgt ca. 98.000 Kubikmeter. Der Verbrauch teilt sich dabei in Kochgas (81.000 Kubikmeter) und Heizgas (17.000 Kubikmeter) auf. Zur Halbzeit liegt der Verbrauch circa. 30 Prozent über dem von 2011. Die Ochsenbraterei ist der größte Abnehmer von Erdgas auf der Wiesn.

Übliche Einsätze waren die Druckanpassungen unter Betriebsbedingungen bei einigen Anlagen. Der Wasserverbrauch in den ersten 7 Tagen der Wiesn lag bei circa 28.000 Kubikmeter. Das entspricht einer Minderung von ca. 25 Prozent gegenüber 2011. Insgesamt wurden 492 (2011: 468) Anschlüsse für Wirte, Schausteller, Buden und öffentliche Toiletten erstellt. Immer häufiger müssen Wasserzapfstellen wegen Überbauung durch Fahrgeschäfte versetzt werden.

Bis 2.8.2013 wurden 256 Wasserproben entnommen und alle ohne Befund geprüft. Generell ist festzustellen, dass die Anzahl der Zähler für die Wohnwägen beim Wasser und Strom immer mehr ansteigt und auch die Leistungen der Wohnwägen immer größer werden.

Die Wiesn-Pressestelle
Zur Wiesn-Halbzeit zählte die Wiesn-Pressestelle 2274 Journalisten- kontakte (2011: 2087) aus dem In- und Ausland wie Australien Argentinien, Brasilien, China, Frankreich, Italien, Japan, Österreich, Rumänien, Russland, Ukraine, Schweiz, Slowenien, Spanien und den USA. Es wurden 155 Foto- und 230 Drehgenehmigungen (2011: 106/246) erteilt.

Die Festleitung dankt allen beteiligten Behörden und Beschickern für die hervorragende Zusammenarbeit und gute Organisation.

Wiesn-Pressestelle: Dr. Gabriele Papke und Team

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