5.8.-4.10.13/1. Biennale der Künstler

1. Biennale der Künstler im Haus der Kunst Muenchen (05.08.-4.10.13)

Vanity Flair – Luxus und Vergänglichkeit 

TransparentDie Biennale der Kuenstler im Haus der Kunst Muenchen wird in diesem Jahr zum ersten Mal stattfinden. Sie basiert auf einem Vorschlag des Direktors des Hauses, Okwui Enwezor und wird von der Ausstellungsleitung der Großen Kunstausstellung ausgerichtet. Diese Biennale ist somit eine von Künstlerinnen und Künstlern kuratierte Ausstellung. Einhergehend mit dem hohen künstlerischen Anspruch der Ausstellung erfolgt damit eine tiefgreifende Konzeptänderung der ueber 60jaehrigen Ausstellungstradition der GKA. So werden an dieser Biennale ausschließlich Künstlerinnen und Künstler teilnehmen, die von der Ausstellungsleitung ausgewählt wurden. Eine öffentliche Ausschreibung zur Teilnahme findet nicht statt. (Foto: Yomer Fidel Montejo Harrys, Boso transparent, 2008)

Eröffnung: Sonntag, 04. August 2013, 18.00 Uhr im Haus der Kunst, Westfluegel
Mit Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister fuer Unterricht und Kultus,
Dr. Wolf Dieter Enkelmann, Direktor des Instituts fuer Wirtschaftsgestaltung, Muenchen,
einer Performance von Patricia London Ante Paris u.a.
Oeffnungszeiten: Mo – So von 10 – 20 Uhr, Do 10 – 22 Uhr
Ort: Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, 80538 Muenchen

Im Spannungsfeld der Begriffe Luxus und Vergaenglichkeit stehen die Werke zeitgenoessischer Kuenstlerinnen und Kuenstler der ersten Biennale im Haus der Kunst Muenchen. In der Vielschichtigkeit und Ambivalenz des genannten Begriffspaars manifestiert sich das Thema der Ausstellung VANITY FLAIR auf verschiedenen Ebenen.Einen Ausgangspunkt bildet die Frage, inwieweit eine von Kuenstlern kuratierte und organisierte Ausstellung selbst bereits luxurioesen und nicht permanenten Gegebenheiten unterliegt. So ist es aus Sicht der Kuenstler keineswegs Luxus als vielmehr Notwendigkeit, in einem moeglichst autonomen Raum der Selbstbestimmtheit zu agieren und sich zu formulieren – abseits der Bedingtheiten des Markts und dem Wert als potenziellen global player. Der zeitlichen Begrenzung und damit Vergaenglichkeit wird die Nachhaltigkeit der kuenstlerischen Statements entgegengesetzt. Wenn sich aber nun der Gehalt der ausgestellten Werke selbst mit Aspekten von Luxus und Vergaenglichkeit beschaeftigt, beginnt sich ein weites dialogisches und interaktives Feld zu oeffnen: Es reicht von der kuenstlerischen Selbsthinterfragung ueber klassische Paradigmen von Philosophie und Kunstgeschichte bis hin zu den gesellschaftlichen und sozialen Konsequenzen des vergaenglichen Exklusiven.

Aus dem dialogischen Zusammenspiel der in der Ausstellung gezeigten Werke entsteht ein lebendiges mannigfaltiges Spektrum. Gezeigt werden Installationen, Lichtarbeiten, Objekte, Malerei, Skulptur sowie Fotografien und Videos. Performances, Lesungen und Klangensembles ergaenzen die Ausstellung mit einem gehaltvollen Beiprogramm an Veranstaltungen.

Schirmherr der Ausstellung Horst Seehofer, Bayerischer Ministerpräsident

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