Schwangerschaft & Sauna

Bei unkomplizierter Schwangerschaft ist Saunabaden erlaubt
Gesunde Schwangere müssen nicht auf gewohnte Saunabesuche verzichten. „Frauen, die regelmäßiges Saunieren gewohnt sind und keine Komplikationen haben, können von Beginn einer Schwangerschaft bis kurz vor der Geburt weiterhin in die Sauna gehen“, meint Dr. Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). „Allerdings raten wir werdenden Müttern, die unsicher sind oder keine Erfahrung mit „Schwitzkuren“ haben, nicht in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft damit anzufangen. In diesem Zeitraum reagiert das Ungeborene am empfindlichsten auf äußere Einflüsse und starke Schwankungen. Am besten sollten sich Frauen generell zuvor mit ihrem Gynäkologen beraten.“

Der Saunabesuch darf auch nicht übertrieben oder zu häufig durchgeführt werden. So sollten eher kurze Aufenthalte und Temperaturen im niedrigen Bereich gewählt werden. Auch sind zwei Saunagänge pro Besuch und Woche für Schwangere ausreichend. Vor dem Saunieren ist ein warmes Fußbad sinnvoll, um die Durchblutung bereits anzuregen und den Kreislauf auf die Erwärmung vorzubereiten. „Werdende Mütter sollten sich beim Wärmebad auf ihr Gefühl verlassen und aus der Saunakabine gehen, sobald sie sich unwohl fühlen“, fügt Dr. Albring hinzu. „Insbesondere gegen Ende der Schwangerschaft ist ein kaltes Tauchbad nicht zu empfehlen. Dann sollte besser ein Wasserschlauch der Abkühlung dienen. Dabei sollte – wie sonst auch – bei den Beinen angefangen und anschließend Arme, Rücken und Bauch abgeduscht werden“, ergänzt der niedergelassene Gynäkologe aus Hannover. „Kurz vor der Entbindung sind Saunabesuche mit Vorsicht zu genießen, da die hohen Temperaturen oder auch bestimmte Aufguss-Aromen die Wehen auslösen können.“

Für Schwangere können Saunabesuche durchaus vorteilhaft sein. „Durch den Verlust von Flüssigkeit beim Schwitzen können Wassereinlagerungen verringert werden. Zudem haben regelmäßige Saunagängerinnen unter Umständen eine leichtere Geburt, da die Muskulatur insgesamt weicher und entspannter ist“, ergänzt der Präsident des BVF.

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